Havelberg (as). Alle hatten dichtgehalten: Dass sie mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Havelberg geehrt wird, damit hatte Käthe Totzke nicht gerechnet. Umso größer die Überraschung am Sonnabend bei der Festveranstaltung anlässlich 60 Jahre Kanusport in Havelberg. Bürgermeister Bernd Poloski hatte extra seine goldene Amtskette angelegt - wie bei solchen Amtshandlungen üblich.

"Seit 1961 war Käthe Totzke aktive Leistungssportlerin beim SC Magdeburg, sie hat sich also schon 50 Jahre dem Kanusport verschrieben. Die Krönung ihrer sportlichen Laufbahn war 1966 die Bronzemedaille bei den Weltmeisterschaften im Kanu-Vierer", würdigte das Stadtoberhaupt in seiner Laudatio die Leistungen der Havelbergerin.

Zurück in ihrer Heimatstadt begann die heute 65-Jährige in ehrenamtlicher Tätigkeit, den Kanusport als Breitensport aufzubauen. "Nach mehr als 15 Jahren Leitung des Trainingszentrums Kanu zählte man bereits 70 Mitglieder, fast die Hälfte davon Kinder. Die sehr bedeutungsvolle Kinder- und Jugendförderung hat 23 Kindern den Weg in die Sportschule geebnet", heißt es weiter in dem Text, der im Goldenen Buch der Stadt niedergeschrieben ist. Darin wird für die Nachwelt auch festgehalten sein, dass die Havelberger Kanuten einen Namen in Sachsen-Anhalt und über die Landesgrenzen hinaus haben.

Heute engagiert sich Käthe Totzke, die von ihren Vereinsmitgliedern gern als "Mutter des Kanusports" bezeichnet wird, in der Seniorensportgruppe des Wassesportvereins. "Somit ist sie als Spülinselkind und gute Seele des Kanusports immer noch eng mit diesem besonderen Wassersportdomizil und dem Verein verbunden", ist weiterhin zu lesen.

Käthe Totzke, geborene Pohland, hat maßgeblichen Anteil an der Vorbereitung der Jubiläumsfeier am Sonnabend, wie in der Feierstunde anerkannt wurde. Sie hat auch die Chronik erarbeitet, aus der sie auch für die Volksstimme berichtet hat.