In perfektem Zustand soll sich das Schönhauser Sportzentrum im kommenden Jahr präsentieren. Denn zur Altmärkischen Tier- und Gewerbeschau und zum Kreispokalfinale im Fußball werden tausende Gäste erwartet.

Schönhausen. Man kann nicht früh genug mit der Planung beginnen. Deshalb lud Verbandsbürgermeister Bernd Witt vor wenigen Tagen die Nutzer des Sportforums zur Gesprächsrunde ein. "Wir müssen jetzt planen, was wir verändern sollten, damit im Frühling 2012 alles fertig ist."

Während der Termin für die Altmärkische Tier- und Gewerbeschau (8. und 9. Juli) bereits feststeht, wissen die Preußen-Sportler lediglich, dass das Finale im Altmark- und im Kreispokal an einem Sonnabend im Mai/Juni stattfinden wird. Dritte Großveranstaltung 2012 ist das Sommerturnier des Reitvereins am letzten Juni-Wochenende.

Der Sportverein ist dabei, eine Arbeitsgruppe zur Vorbereitung des sportlichen Höhepunktes zu gründen. Den Zuschlag als Ausrichter der beiden Finalspiele haben die Preußen bekommen, weil sie 2012 ihren 85. Geburtstag feiern. "Nach dem Spiel gegen die Ü-35-Nationalmannschaft im Jahr 2002 und die Handballer des SCM im Jahr 2005 ist das die dritte große Herausforderung, der wir uns stellen", so der Vereinsvorsitzende Steffen Braunschweig. Während die Preußen selbst eigene Ideen einbringen können, gibt es auch Vorgaben, an die sie sich als Gastgeber halten müssen. Dazu gehört beispielsweise, dass die sich jetzt nur an einer Seite befindliche Bande rund um das Spielfeld angebracht werden muss. Auch Fahnenmasten sind aufzustellen und es muss ein VIP-Zentrum geben. Damit sich das Fußballfeld in optimalem Zustand präsentiert, wird ab April nicht mehr darauf gespielt. Alle Duelle finden dann nebenan auf dem Trainingsplatz statt. Und die Männermannschaften führen in der kommenden Saison in der Hinrunde im Herbst fast ausschließlich Heimspiele durch, um dann im Frühling zur Rückrunde meist auswärts auf Punktejagd gehen zu können. Der Rasen erfährt dann eine intensive Pflege, Teile müssen auch komplett erneuert werden. In dem Zusammenhang berichteten die Fußballer auch gleich, dass sie neben dem Trainingsplatz gern noch einen Kleinfeldplatz anlegen würden. Denn nachmittags wird der Platz häufig von Jugendlichen genutzt und leidet, weshalb ein zweites kleines Feld für Entlastung sorgen würde. Der Platz ist vorhanden, lediglich der Wall müsste an dieser Stelle zurückgesetzt werden. "Das dürfte sicher kein Problem sein", so Bernd Witt. Gedanken machen will man sich über den Richterturm und das alte Umkleide-Gebäude. Kaum noch genutzt, sind sie mit grauer Fassade wenig ansprechend. "Den Platz könnten wir allerdings als Lagerräume gut gebrauchen", so Steffen Braunschweig. Für das Anlegen eines multifunktionalen Platzes zum Fußball-, Basketball- oder auch Tennisspielen will man Mittel über die Sportförderung beantragen, auch wenn das bis zum nächsten Jahr wohl noch nicht umgesetzt werden kann.

Die Reiter sind "sehr zufrieden mit dem, was wir haben", erklärte der Vereinsvorsitzende Jürgen Mund. "Lediglich den Vorbereitungsplatz müssen wir herrichten. Finanziell schaffen wir das allerdings nicht allein." Dass sich da sicher etwas machen lässt, weil der Platz auch für die Altmärkische Tierschau gebraucht wird, erklärte der Bürgermeister, "wir als Gastgeber bekommen für die Herrichtung des Geländes auch Geld zur Verfügung". Ausgetauscht werden müssen auch einige Latten der hölzernen Bänke auf der Tribüne, von der man einen guten Blick auf den Reitplatz hat. Den schätzen nicht nur die Zuschauer des Reitturniers, sondern auch der Altmarkschau. Schönhausen war schon einmal Gastgeber und hatte vom Landkreis dafür großes Lob für die hervorragenden Bedingungen erhalten.

Das bestätigte Sebastian Gumtz von der Fischbecker Agrargenossenschaft, der als Vertreter des Kreisrinderzuchtvereins Stendal/Havelberg/Genthin an dem Vorbereitungstreffen teilgenommen hatte. Sein Vorschlag war, dass lediglich die Anbindevorrichtungen für die Kühe (etwa 50 werden zur Schau gestellt) einen neuen Farbanstrich bräuchten. "Alles das, was zerschlissen ist, bringen wir auf Vordermann. Wir haben den Sommer über genug Zeit, um die Arbeit zu erledigen", so Bernd Witt. Er setzt auch auf alle Schönhauser Vereine, die sich an den drei Höhepunkten 2012 beteiligen, so dass die vielen Besucher ein gutes Bild von den Gastgebern bekommen.