Wenn im Sommer das neue Schuljahr an der Havelberger Sekundarschule beginnt, werden auch 42 einstige Grundschüler aus Havelberg, Sandau, Klietz und Schollene dazustoßen. Am Montag konnten sie sich beim "Tag der offenen Tür" schon mal mit der Einrichtung vertraut machen.

Havelberg. Seit einigen Jahren ist es üblich, im Mai die Neulinge an diesem Tag der offenen Tür mit der Schule vertraut zu machen, informierte Schulleiterin Kerstin Meinschien. Alle Grundschüler aus dem Einzugsbereich und deren Eltern sind dazu eingeladen, viele nutzten die Gelegenheit. Nicht mitmachen konnten die Schollener, sie waren auf Klassenfahrt. Doch sie dürfen auch später kommen.

Am Eingang begrüßte die Klasse 6b alle Ankömmlinge mit ihrem Basar. Es gab belegte Brötchen, Kuchen und Kaffee. Im Chemieraum dahinter knallte es ordentlich: Hier zeigte die mit einer Schutzbrille ausgestattete Schülerin Marie-Jeanne Rösler, was geschieht, wenn sich Wasserstoff und Sauerstoff entzünden.

Petra Tetzel informierte im Religions- und Ethikraum anhand einer Ausstellung über diesen Unterricht. Symbolfiguren waren hier Hildegard von Bingen und Robinson Crusoe.

Wie schwer eine Ein-Euro-Münze ist, erfuhren die Besucher im Physikraum von Silvio Wulfänger. Und zwar ist das Geldstück nur sieben Gramm leicht - hätten Sie das gewusst? Der Physiklehrer zeigte mit Waage und Gewichten, wie dies ermittelt wird. Zu hören war ein Tongenerator. Assistent Benjamin Hampe zeigte an einem Modell, wie sich eine Welle ausbreitet.

Neu seit diesem Schuljahr ist das Fach Technik. Es löst das Fach Werken ab und umfasst neben dem Handwerklichen auch die Arbeit mit dem Computer. Dazu steht ein Kabinett mit 27 Arbeitsplätzen zur Verfügung, informierte Ulrich Gruber. Die Neulinge haben sehr unterschiedliche Ausgangssituationen. Am Ende der 5. Klasse sollten sie jedoch eine Urkunde gestalten, ein Foto bearbeiten oder einen Text formatieren können. Für ältere Schüler stehen sogar Robotermodelle zur Verfügung.

Flotte Rhythmen erklangen in einem anderen Raum. Hier zeigten zwei Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Tanz den Gästen eine selbst einstudierte Choreografie. Unten im Flur hingen Pläne vom Schulneubau aus, der neben dem Gymnasium entsteht.

Informiert wurde über ein Projekt des "Bildungsverbandes Handwerk": Dabei werden Schüler auf ihre Berufseignung getestet und können Praktika in überbetrieblichen Einrichtungen absolvieren. Die Schule wird sich daran beteiligen, entschied die Gesamtkonferenz am Abend.