In Havelberg wird zurzeit an vielen Stellen gebaut. Manch einer meint, das gehe alles viel zu langsam. Doch gibt es oft objektive Gründe, weshalb es nach außen so scheint, als gehe es nicht vorwärts. Die neueste Baustelle befindet sich in der Amtstorstraße. Dort ist der Kreuzungsbereich zur Lindenstraße aufgerissen. Archäologen begleiten die Bauarbeiten.

Havelberg. Bis zur Bundesgartenschau 2015 sollen viele Straßen im Dombereich saniert sein. Der Camps zeigt sich bereits mit neuem Gesicht, hat sich gegenüber seinem vorherigen Zustand klar zum Positiven verändert. In der Krugtorstraße sind die Bauarbeiten noch im Gange. Als nächstes sind Amtstorstraße und Lindenstraße geplant. Bei Anwohnern und all jenen, die die Straßen nutzen, ist Geduld gefragt. Doch ist es schließlich für eine gute Sache. In spätestens vier Jahren wird sich die Hansestadt mit vielen neu gestalteten Straßen und Wegen den Besuchern aus nah und fern präsentieren.

Für die Sanierung der Amtstorstraße wurde im Jahr 2010 ein Fördermittelantrag aus dem Programm Stadtumbau Ost in Verbindung mit Mitteln aus dem EFRE-Fonds gestellt, berichtet Kämmerin und Bauamtsleiterin Petra Jonschkowski. "Der Antrag ist derzeit noch nicht beschieden worden, es gibt aber die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn." Die Stadt nimmt die Baumaßnahmen gemeinsam mit den Stadtwerken und dem Trink- und Abwasserzweckverband vor. Ein Muss ist die archäologische Grabung in diesem Gebiet. "Damit wurde am Montag begonnen, die Archäologen begleiten die Tiefbauarbeiten", so die Kämmerin.

Bis zum 27. Mai bleibt nur der Kreuzungsbereich im Bereich der Zufahrt von der Lindenstraße in die Amtstorstraße gesperrt. Von der Domherrnstraße ist es so lange möglich, in die Amtstorstraße zu fahren. Die Grundstückseigentümer erhalten in dieser Woche ein Schreiben mit einer Einladung zu einer Informationsveranstaltung, die Ende Mai stattfinden soll. Vorgesehen ist, im Zuge der Neuverlegung der Fernwärmeleitung die Straße abschnittsweise aufzunehmen. Das zieht Einschränkungen für Grundstückszufahrten und -zuwegungen nach sich.

Mit Beginn der Tiefbauarbeiten in der Straße voraussichtlich am 8. Juni ist der Parkplatz Amtstorstraße über die Straße An der Freiheit zu erreichen, informiert Petra Jonschkowski weiter. Bis dahin soll die Krugtorstraße bis zur Zufahrt an der Freiheit fertig sein.

Laut Bauablaufplan soll die Amtstorstraße im Oktober dieses Jahres wieder nutzbar sein. Allerdings hängt dies von den Gegebenheiten vor Ort ab. Im unterirdischen Raum können aufgrund der vorhandenen Leitungssysteme und der archäologischen Arbeiten Hindernisse auftreten, die zu zeitlichen Verzögerungen führen.

Die Straße An der Freiheit soll im nächsten Jahr in Angriff genommen werden.

Der Baubeginn in der Lindenstraße ist für Mitte Juni dieses Jahres vorgesehen. Der erste Bauabschnitt reicht von der Ampelkreuzung bis zur Anbindung Amtstorstraße. Der zweite Abschnitt geht dann bis zum Wasserturm. Möglichst bis zum Wintereinbruch soll diese Straße fertig sein.