Reger Betrieb herrschte am internationalen Museumstag auch im Fachwerkhaus-Museum in Kamern. Betrieben wird die Einrichtung vom KulTour-Verein, dessen Vorsitzender Günter Klam die Gäste in der heimeligen Stube begrüßte.

Kamern. Beim Rundgang erfuhren die Besucher vieles über die Lebensweise von anno dazumal: Die "schwarze Küche" mit der Kochmaschine oder die Schnickerstube, in der über die Gewerke informiert wird, die es einst im Ort gab.

Natürlich durften dabei Informationen über die zentrale Sagengestalt des Ortes, die Frau Harke, nicht fehlen. Ähnliche Sagengestalten gibt es auch in anderen Regionen, bis hin zum Weserbergland oder den Fläming, wo diese Erdenmütter aber früher anders oder ähnlich bezeichnet wurden.

Die Gestalt aus den Kamernschen Bergen gab auch einem Projekt des Vereins den Namen, welches in Vorbereitung auf die Buga Gestalt annimmt: Der Frau-Harke-Sagenpfad. Auf dem Harke-Berg soll dazu eine Aussichtsplattform aus Holz und Stahl entstehen. Das Wegenetz ist zugleich Dauerthema auf den Touristikforen, das nächste findet in Vehlgast-Kümmernitz statt.

Ein Erkennungsmerkmal der Orte am Sagenpfad sollen die robusten hölzernen Sitzgruppen werden, deren erste demnächst in Kuhlhausen aufgestellt wird. Das Projekt ist fast fertig, es muss nur noch mit Mauersteinen aus dem Havelland versehen werden.

"Wir müssen unsere Region attraktiver gestalten, damit die Jugend hierbleibt oder wieder in ihre alte Heimat zurückkehrt", warb Günter Klam.