Ungewohnte Musik erklang am Dienstag in der Dorfkirche Schönhausen. Die "Maxim Kowalew Don Kosaken" waren zu Gast. Sie gehören zu den hervorragenden Sängern, die in die Fußstapfen des berühmten Donkosaken-Chores unter Leitung von Sergej Jaroff traten.

Schönhausen. Sieben russische Sänger bilden das Gesangsensemble, ein jeder ist ein hervorragend ausgebildeter Solist. Zu Beginn des Konzertes hörte man eine kleine Auswahl russisch-orthodoxer Kirchenmusik, mit deutscher Mentalität etwas schneller als im Russischen gesungen. Tschaikowskis "Vater unser" wurde beeindruckend von einem Sänger vorgetragen, mit Summstimmen begleitet. Beim "O Abendklang" ließen die Bässe den Glockenklang erahnen, andere summten, darüber faszinierte der Gesang des 1. Tenors die weltbekannte Melodie.

Stürmischen Applaus spendeten die rund 150 begeisterten Zuhörer nicht nur am Ende, sondern auch zwischendurch bei hervorragend gesungenen altbekannten Liedern. "Ich bete an die Macht der Liebe", "Stenka Rasin" und "Katjuscha" gehörten dazu.

Glaubte man anfänglich, dass keine Steigerung mehr möglich sei, war man überrascht über die Abwechslung im Programm.

Bewundernswert war immer wieder die sagenhafte Kraft der Stimmen, der ständige Wechsel zwischen Solostrophen und allen Sängern im Refrain.

Der zweite Teil des Konzertabends war aufgelockerter, fröhlich, heiter. Dazu trug auch das virtuose Spiel auf der Knopfharmonika bei, die mehrfach die Begleitung übernahm.

Bei "Leis\' das Glöckchen ertönt" konnten viele Zuhörer den berühmten kalten Schauer nicht verhindern, so zart bis zur vollen Lautstärke und der abschließenden Höhe des 1. Tenors wurde das Lied gesungen.

Ein "Abend vokaler Kostbarkeiten", wie es in der Ankündigung hieß, war der Gesang mit der Schönheit der Stimmen und der enormen Stimmgewalt.