Havelberg (hkö). Die Havelberger Schülerfirma "Formel future" hat sich auf einen wichtigen Höhepunkt vorbereitet. An diesem Sonnabend wird der 1. Firmencup im "Formel future Miniautorennen" in Magdeburg ausgetragen.

Nachdem die Schülerfirma 2007 mit dem Ziel gegründet wurde, den Wettbewerb Formel 1 in der Schule in Sachsen-Anhalt zu unterstützen und bislang nur Havelberger Teams an den Deutschen Meisterschaften teilnahmen, orientierten sich die Schüler neu. Vor drei Jahren übernahmen die jetzigen Mitarbeiter die Firma von ihren Vorgängern und profilierten sich zu einem Ingenieurbüro. Neben Konstruktions- und Fertigungsaufträgen für Jugend-forscht-Teams stieg der Bedarf durch die Eröffnung der Havelberger Schüler-Gießerei deutlich. Zahlreiche Modelle wurden bisher konstruiert und gefertigt.

Doch ganz vom Rennsport mit den Miniflitzern verabschiedeten sich die Schüler nicht. So wurde die Rennstrecke bei Schulfesten, Firmen-Events oder auf der Bildungsmesse eingesetzt. Fast hätte es sogar mit einem Auftritt auf der CeBit in Hannover geklappt. Aber der Platz reichte nicht, die Rennstrecke war zu lang. So entwickelten die Schüler mit ihrem Betreuer Dr. Hannes König ein neues Konzept mit der vorhandenen Technik.

Die Rennwagen wurden aus Kunststoff hergestellt. Sie wurden damit schwerer, die die Renndistanz konnte dadurch aber auf 15 Meter eingekürzt werden. Außerdem wurde ein modularer Rennwagen entwickelt, an dem man mit unterschiedlichen Spoilern und Rädern die Aerodynamik beeinflussen kann.

In den vergangenen Wochen lief nun die Produktion dieser Miniflitzer auf Hochtouren, denn es mussten fünf gleiche Rennwagensätze für das Rennevent hergestellt werden. Es wurde eine Boxengasse gebaut und die Rennstrecke mit einem eigenen Design umgestaltet. Ein eigenes Reglement wurde verfasst und für die Rennteams Outfit bestellt. Alles soll perfekt sein für das erste "Formel future Miniautorennen".

Fast wäre alles schief gegangen, denn vor 14 Tagen stellte sich heraus, dass der Name "Formel future" unter Umständen durch eine Marke geschützt ist und somit für das Rennen nicht verwendet werden darf. Doch auch hier wurde eine schnelle Lösung gefunden. Der Marken-Inhaber gestattete den Schülern offiziell die Verwendung der Bezeichnung und auch ihres Logos als Schülerfirma.

Somit kann heute um 18.30 Uhr im Max-Planck-Institut in Magdeburg zur "Langen Nacht der Wissenschaft" das Rennen gestartet werden. Drei Partnerunternehmen des Schülerinstitutes SITI und ein Studenten-Team werden um den Titel kämpfen. Gewertet wird das beste Team (mit je drei Fahrern), das schnellste Auto und der beste Fahrer.

Mit diesem Wettbewerb übergeben die derzeitigen Mitarbeiter der Schülerfirma die Geschäfte an Ihre Nachfolger. Robert Lazar, Philipp Müller, Friedrich Gilbrich und Maximilian Steudel werden mit dem Abitur in der Tasche die Schule und das Schüler-Institut verlassen.

Am Sonnabend beim Rennen sind aber auch schon die Neuen mit dabei, damit sie im September zur Bildungsmesse alles selbst im Griff haben. Simon Busse und Maximilian Thiel sind die Nachfolger.

Außerdem werden auch Jennifer Furchheim und Pia Herdam von der Schülerfirma "mcubic" heute mit nach Magdeburg fahren, um Filmaufnahmen für ein Promotion-Video zu machen.