Das Spendenkonto für die Erdbenopfer im japanischen Sendai ist auf stolze 12 615,97 Euro angewachsen. Denn über 100 Besucher kamen am Samstagabend zum Benefizkonzert in den Klosterhof.

Havelberg. Der Rotary Club Havelberg und die Havelberger Volksstimme hatten gemeinsam zum Benefizkonzert in den Klosterhof am Dom eingeladen. Der Erlös des Konzertes mit Squeezebox Teddy, der irischen und schottischen Folk zum Besten gab, kommt auf das Spendenkonto für die Erdbebenopfer im japanischen Sendai.

Bevor der letzte lebende Troubadour, wie er in seinen Kreisen genannt wird, die über 100 Besucher des Konzertes mit seiner Stimme verzauberte, gab es Begrüßungsworte von Wolfgang Schürmann vom gastgebenden Rotary Club. "Gerne hätten wir am heutigen Abend auch den Initiator des Konzertes in unserer Mitte begrüßt, doch der Weg für Sebastian Maslow aus dem japanischen Sendai nach Havelberg wäre doch sehr weit gewesen", sagte Wolfgang Schürmann und begrüßte stellvertretend die Eltern von Sebastian, Bernhard und Ursula Maslow. Stolz sei der Club, dass ein ehemaliger Austauschüler, der 1999 in das fernöstliche Land ausgezogen ist, nun dort seine zweite Heimat gefunden hat und erfolgreich studiert. Darum sei es auch für den Club und den vielen Menschen in Havelberg und Umgebung ein großes Bedürfnis, die Spendenaktion, die Sebastian für die Opfer des Erdbebens und des Tsunami in seiner Wahlheimat ins Leben gerufen hat, zu unterstützen. Auch wenn der Initiator nicht persönlich am Benefizkonzert teilnehmen konnte, schrieb er per Mail eine Grußbotschaft, die sein Vater am Abend vortrug. Sebastian bedankte sich noch einmal für die großartige Unterstützung, die er von den vielen Menschen aus Havelberg und ganz Deutschland erhielt und immer noch erhält. "Ich fühle mich in meiner Verpflichtung gegenüber meiner Wahlheimat geehrt, mich stets auf die Freundschaft und Unterstützung meiner Havelberger Heimat berufen zu können." Sebastian Maslow ist zurzeit auf der Suche nach einem passenden Projekt, in dem die Spendengelder zum Einsatz kommen sollen. Die Aufbauarbeit in den betroffenen Gebieten werde noch viele Jahre in Anspruch nehmen, so Sebastian in seinen Grußbotschaft.

Musiker Teddy präsentierte in seinem dreistündigen Programm Titel, die nicht nur gesungen und gespielt wurden. Er durchlebte den Inhalt und zog sein Publikum mit, erzählte Geschichten hinter dem Song, spickte sie mit eigenen Betrachtungen - mal ernsthaft, oft humorvoll und gern mit Hinweisen auf Parallelen zu aktuellen Ereignissen.

Stolz konnte Gerhard Imig vom Rotary Club nach dem Konzert berichten, dass von den 114 verkauften Eintrittskarten insgesamt 1710 Euro auf das Spendenkonto überwiesen werden. Sänger Teddy spendete vom Verkauf seiner CD auch noch 80 Euro. Mit den 1790 Euro ist die Spendensummen auf gut 12600 Euro angewachsen.

Ein Dankeschön geht an die Evangelische Kirchengemeinde und das Prignitzmuseum, die die Räumlichkeiten für das Konzert zur Verfügung stellten.

Für das Essen und Trinken sorgte das Team der Gaststätte "Bella Vista".

Unter den vielen Besuchern des Konzertes war auch eine kleine Fangemeinschaft aus Netzow (Prignitz) angereist. Zu dieser Gemeinde hat Teddy seit vielen Jahren einen guten Kontakt, demnächst gibt er dort ein Konzert.

 

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