Sandau (as). Während seines Urlaubes in der Region hatte Prof. Matthias Eisenberg im vorigen Jahr die Radfahrerkirche in Sandau besucht und um ein Spiel auf der Orgel gebeten. Man kam ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass ein international bekannter Organist zu Gast im Gotteshaus war. Er bot sich an, mit einem Benefizkonzert den Wiederaufbau des Sandauer Kirchturmes zu unterstützen. Der Termin wurde festgemacht - an diesem Donnerstag, 2. Juni, spielt Matthias Eisenberg Werke von Bach und Händel auf dem Cembalo.

Der Termin zu Christi Himmelfahrt ist nicht der günstigste, wissen die Mitglieder des Fördervereins für den Wiederaufbau der Kirche, der gemeinsam mit der Kirchgemeinde zu diesem Konzert einlädt. Doch die Möglichkeit, einen solch bekannten Organisten und Kirchenmusiker im Elbestädtchen zu Gast zu haben, wollten sich die Sandauer nicht entgehen lassen. Deshalb wird am Donnerstag zu 16 Uhr in die Kirche eingeladen.

Um 14 Uhr beginnt bereits der regionale Gottesdienst der zehn Kirchgemeinden - mit dem neuen Pfarrerehepaar Janus, das am 1. Juni seinen Dienst antritt. Im Anschluss wird zu Kaffee und Kuchen eingeladen, berichtet der Vorsitzende des Fördervereins Wolfgang Hellwig. Dazu sind die Konzertbesucher bereits herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für den weiteren Aufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchturmes gebeten.

Matthias Eisenberg wurde 1956 in Dresden geboren. Seit seinem fünften Lebensjahr erhielt er Klavierunterricht, vier Jahre später spielte er bereits in Kirchen die Orgel. Er war Mitglied des Dresdner Kreuzchores und studierte in Leipzig an der Hochschule "Felix Mendelssohn Bartholdy". Der mehrfache Preisträger internationaler Wettbewerbe war Gewandhausorganist in Leipzig und Cembalist des Leipziger Bachorchesters.

Als Organist und Cembalist spielte er zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen ein. Konzertreisen führten ihn in verschiedene Länder Europas, in die USA, nach Kanada, Lateinamerika, Indien, Russland und Fernost.