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Sonderausstellung "Kosmos Provinz" wird am Sonnabend eröffnet


Prignitz-Museum würdigt das Schaffen von Kurt Henschel

14.07.2011 05:28 Uhr |


Von Andrea Schröder


Wo ist welches Bild am besten platziert? Kurator Hans-Peter Jakobson bereitet mit den Museologinnen Sabine Ball und Antje Reichel (v.l.) die Sonderausstellung anlässlich des 90. Geburtstages von Kurt Henschel vor.

Wo ist welches Bild am besten platziert? Kurator Hans-Peter Jakobson bereitet mit den Museologinnen Sabine Ball und Antje Reichel (v.l.) die Sonderausstellung anlässlich des 90. Geburtstages von Kurt Henschel vor. | Foto: Andrea Schröder

Wo ist welches Bild am besten platziert? Kurator Hans-Peter Jakobson bereitet mit den Museologinnen Sabine Ball und Antje Reichel (v.l.) die Sonderausstellung anlässlich des 90. Geburtstages von Kurt Henschel vor. | Foto: Andrea Schröder

Dem 90. Geburtstag von Kurt Henschel ist die neue Sonderausstellung im Havelberger Prignitz-Museum gewidmet, die an diesem Sonnabend, 16. Juli, eröffnet wird. Rund 50 Bilder geben einen Einblick in das künstlerische Schaffen des Malers. Einen kleinen wohlgemerkt, denn sein Gesamtwerk schätzt Kurator Hans-Peter Jakobson auf 14000 Werke.

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Havelberg. "Das, was ich für meine Bilder brauche, habe ich hier, ich brauche nichts anderes." Diesen Satz hat Hans-Peter Jakobson oft von Kurt Henschel gehört, wenn er ihn in seinem Atelier besuchte. Der Blick ging über die roten Dächer Havelbergs. Der Dom, die Havel, die Schiffe, die Stadt, die Menschen - all das liebte Kurt Henschel. Hielt es in seinen Bildern fest. "Er hat in diesem Mikrokosmos Havelberg und Prignitz seinen großen Kosmos gesehen", sagt der Kurator und nennt damit einen Grund für den Titel der Ausstellung "Kosmos Provinz". Mit der Provinz ist zudem der Mikrokosmos Havelberg und Prignitz gemeint, "in dem Lichtgestalten wie Kurt Henschel einen Boden hatten und heranwuchsen".

Seit Ende der 1970er Jahre kannte er Kurt Henschel, der 2008 im Alter von 87 Jahren verstorben ist. Er lebte da schon in Gera, kam mit Frau und Kindern aber oft zurück in sein Geburtshaus, das in Quitzöbel steht. "Mit dem Fahrrad sind wir oft auf dem Deich nach Havelberg gefahren." Er besuchte eine Ausstellung in der Kreuzganggalerie des Prignitz-Museums von der Warnauerin Elfriede Raphael. "Da sah ich Bilder von meiner Prignitz, wie ich sie gern gemalt hätte." Später besuchte er eine Bofinger-Ausstellung und lernte Kurt Henschel, den damaligen Leiter des Museums, kennen. "Wir sind gleich warm miteinander geworden. Er zeigte die Galerie und das Museum und am Ende improvisierte er am Klavier." Eine Begegnung mit Kurt Henschel, wie ihn viele kannten. "Schon bald war mir klar, dass Kurt Henschel ein ganz außergewöhnlicher Mensch und Maler ist." Viele Jahre verband den Havelberger Maler und den Museumsleiter in Gera, der Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften studiert hat, eine enge Freundschaft.

"Kurt Henschel ist ein ganz großer Erbe des Expressionismus", sagt Jakobson. Er bezeichnet ihn als Spätexpressionisten, der so wie andere Künstler seiner Generation zwischen den Mühlen des Kriegsendes und der neuen Gesellschaftsstruktur tätig war. "Er konnte dadurch, dass er am Museum arbeitete, abseits der großen Kunstszene seine persönliche Kunst entwickeln, viel Gedachtes und Abstraktion mit einfließen lassen. Er hat mit Formen experimentiert, gegenständlich gemalt, aber mit dem Expressionismus gespielt." In den 1980er Jahren hatte Kurt Henschel eine surreale Phase. Die brutale Zerstörung der Natur drückte er in seinen Bildern aus. "Er zeigte mir, wie die Fischer auf der Havel die Fische elektrisch gefangen haben. ,Was soll das noch werden?' fragte er damals. Es entstand seine Bilderserie, in der die Fische sich an den Menschen rächen. Für seine Werke verwandte er einen gewissen Humor und ganz große Kunst", so Hans-Peter Jakobson.


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Dokumenten Information
Copyright © Volksstimme 2012
Dokument erstellt am 2011-07-14 05:28:17
Letzte Änderung am 2011-07-14 05:28:17


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von ilch49 am 22.02.2012, 11:35 Uhr

völliger Schwachsinn der Tunnel ist völlig ok und es wird auch zeit das Oschersleben nicht immer "2 geteilt" ist es nervt, so oft wie man vor den Schranken steht !!! Sollten dann aber die Bahnübergänge Fabrikstraße und Anderslebener Straße geschlossen werden gibt es nur noch einen weiteren Bahnübergang was für Oschersleben zu wenig ist. Man müsste mind. 1 weitere Möglichkeit lassen für Notfälle. man weiß ja nie .....

von tobi79 am 22.02.2012, 06:33 Uhr

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