Großes hat sich der Sandauer Turn- und Sportverein vorgenommen. Vorsitzender Markus Hinz informierte jetzt den Stadtrat über Einzelheiten.

Sandau l In zwei Jahren wird der Turn- und Sportverein TuS runde 50 Jahre alt. "Aus diesem Anlass haben wir uns um die Ausrichtung der kreislichen Pokalendspiele im Fußball beworben", erklärte Markus Hinz. Doch damit Sandau den Zuschlag erhalten kann, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

So rechnen die Organisatoren vom Kreisfachverband mit etwa 1000 Zuschauern. Damit sie alle Platz haben und auch das Spiel verfolgen können, soll auf der linken Seite zwischen der befestigten Verkaufsfläche und dem Beachballfeld ein zehn Meter breiter und dreißig Meter langer Erdwall aufgeschütett werden. Er soll zwei Ebenen besitzen, in einem sowie in anderhalb Metern Höhe.

Als Ausgleich für den Naturschutz werde dahinter eine Hecke angepflanzt. Die war ohnehin geplant, damit der Ball hier nicht weiterrollen kann. Bäume müssen für den Wall nicht weichen, beantwortete der Redner eine Anfrage von Wolfgang Hellwig.

Die Stadtverwaltung und damit der Rat müssten diesen Bau aber genehmigen. Die nötige Erde würde eine Havelberger Firma zur Verfügung stellen, ebenso die Technik. Die Stadt braucht hierbei nichts zuzahlen, vieles wird mit Eigenleistungen erledigt.

Der Verein hatte zudem einen Antrag auf Geld aus der Sportstättenförderung gestellt, um einen Trainingsplatz für die Kicker hinter der Halle errichten zu können. Doch wurde der Antrag abgelehnt - Sandau habe genügend Sportplätze, hieß es als Begründung.

Das sieht Markus Hinz jedoch gelassen. Denn der Fußballplatz war kürzlich vermessen und daraufhin neu angelegt worden. Die einzelnen Seiten hatten unterschiedliche Längen aufgewiesen. Jetzt der Platz endlich im rechten Winkel und ordentliche 90 mal 60 Meter groß, wodurch den Kickern auch wieder mehr Fläche fürs Training zur Verfügung steht. Ein örtlicher Sponsor hat zudem für zwei neue Tore gesorgt.

Ein Problem möchte Markus Hinz allerdings mit Hilfe der Stadt lösen: Die Flutlichtanlage ist in die Jahre gekommen. Die sehr empfindlichen Halogenlampen, die regelmäßig ausfallen, leuchten den Platz nicht mehr ordentlich aus und verbrauchen dennoch Unmengen an Strom. Auch die Kabel sind mürbe und korrodiert, ebenso marode ist die Schaltanlage.

Mit der Sanierung der Anlage könnte dann auch ein extra Stromzähler installiert werden. Hängen jetzt noch drei Strahler an einem Mast, die jeweils 2000 Watt verbrauchen, würde sich das nach der Sanierung auf einen Strahler mit gleichfalls 2000 Watt reduzieren. Die Energiekosten sollen der Stadt nicht in Rechnung gestellt werden, der Verein zahlt dafür eine Pauschale. Die Anlage ist nötig, weil die Kicker nur abends trainieren können - viele kämen von außerhalb, begründete Markus Hinz.

"Die Masten sind oben offen, weshalb die Kabel noch schneller verrotten, irgendwann fällt die Anlage komplett aus", fügte Bürgermeister Henry Wagner an. Er will dies beim Etat für 2012 beachten - vorrangig müssen aber die Pflichtaufgaben bezahlt werden.