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Sechs junge Leute aus Hamburg und Berlin wollen in Havelberg einen Film drehen: für Präsentationen auf Festivals und vielleicht sogar fürs Kino oder Fernsehen. Und natürlich auch für eine Aufführung in der Domstadt selbst.
Havelberg l Babak Behrouz, Eva Könnemann, Nick Koppenhagen, Marco Kunz, Katja Lell und Laura Nitsch möchten in der gemeinschaftlichen Arbeit der Frage nachgehen, wo Besonderheiten, Chancen, aber auch Schwierigkeiten einer kollektiven Autorenschaft liegen und welche neuen Erzählformen und Arbeitsmethoden daraus entwickelt werden können. "Die Besonderheit des Projektes", erläutert Nick Koppenhagen, "liegt darin, dass dieser Film nicht nur in kollektiver Arbeit hervorgebracht werden soll, sondern das Kollektiv zugleich zum Inhalt der Erzählung wird. Der Film wird nicht die Arbeit einer bestehenden Gruppe dokumentieren, die etwa durch gemeinsame Ideale oder Lebenserfahrungen vereint ist, sondern eine Ku¨nstlergruppe eigens zum Zwecke der filmischen Beobachtung erfinden. Diese fiktive Ku¨nstlergruppe verbindet sich u¨ber ein gemeinsam festgelegtes Material: Beton."
Fu¨r die Dauer von sechs Wochen - ab 15. Juli - will die Gruppe auf dem Gelände des ehemaligen Betonsteinwerkes in Havelberg an der Realisierung einer Installation aus Beton - sowie deren Präsentation im Rahmen einer abschließenden Ausstellung (am 8. September) - arbeiten. 120 Kubikmeter Beton - 340 t an Material - hat sie sich dafür schon mal bestellt. Gefördert wird das Ganze vom Kulturprojekt Stadtinsel, von der Stiftung Kunstfonds, der Hamburgischen Kulturstiftung und von der Graduiertenschule für die Künste und die Wissenschaften der Universität der Künste Berlin.
In Auseinandersetzung mit dem Ort und seiner ehemals ökonomischen Funktion als Beton herstellender Betrieb, beginnt die Gruppe die gemeinsame Arbeit an einer Betonskulptur und der damit einhergehenden, allmählichen Verwandlung des Geländes in eine Ausstellungsfläche. Verstreut u¨ber das Gelände befinden sich mannigfaltige Relikte aus der Produktionszeit des Werkes. Diese Formen sollen den Ausgangspunkt bilden für die weitere künstlerische Auseinandersetzung in Havelberg.
Während die Ku¨nstlergruppe am Beton arbeitet, ist es zunächst Eva Könnemanns Rolle, die Gruppe dabei beobachtend zu filmen. Die Aufnahmen werden bereits während der Dreharbeiten gemeinsam angeschaut und besprochen. Der Austausch von Sichtweisen, Kritik und Ideen wird eine Veränderung der Bildproduktion im Laufe der Dreharbeiten nach sich ziehen. Die unterschiedlichen Ansichten daru¨ber, welche Bilder von der Ku¨nstlergruppe die Handlung des Films bestimmen sollen, wessen Geschichte und aus welcher Perspektive erzählt wird, welche Machtverhältnisse sich hinter diesen Relationen verbergen, sollen als eine weitere Ebene sukzessive in die filmische Erzählung integriert werden.
Nach und nach wird dann eine zweite Gruppe ins Bild treten: das Autorenkollektiv des Films. Es lebt und arbeitet in einem Filmstudio auf dem Künstlerhof, der zum Grundstück der Buchstation des Kulturprojektes Stadtinsel gehört. "Unsere Besprechungen des Bildmaterials und die daraus entstehenden Auseinandersetzungen werden wir zuerst nur sprachlich aufnehmen und anschließend transkribieren. Auf der Basis dieses Materials entwickeln wir die Filmszenen, durch die das Autorenkollektiv sichtbar wird. Diese Szenen sollen sich deutlich von den dokumentarisch beobachtenden Bildern der Ku¨nstlergruppe abheben. Sie werden einer anderen Bildproduktionsweise und Ästhetik gehorchen."
Im stillgelegten Betonwerk arbeitet die Ku¨nstlergruppe mit Beton an einer Ausstellung, parallel arbeitet das Autorenkollektiv auf dem Künstlerhof an einem Film u¨ber die Ku¨nstlergruppe. So wie fu¨r die Ku¨nstlergruppe der Beton das Arbeitsmaterial ist, das sie in eine Form bringen wird, so stellt fu¨r das Autorenkollektiv die Ku¨nstlergruppe das Material der Inszenierung und Beobachtung dar. Hinter beiden Gruppen verbergen sich dieselben Personen, in der Konstruktion der Erzählung nehmen sie jedoch verschiedene Rollen ein.
Damit die Gruppe pünktlich zum 15. Juli mit ihrer Projektarbeit beginnen kann, ist sie auf Unterstützung aus der Stadt Havelberg angewiesen. "Für das Fertigen der Betonskulptur benötigen wir ein kleines rollbares Baugerüst von maximal zwei Metern Höhe. Außerdem eine Wasserpumpe zur Wasserentnahme aus der Havel. Unser Glück perfekt machen würde dann noch eine Betonschalung", zählt Nick Koppenhagen auf. Wer kann helfen? Nick Koppenhagen ist unter der Rufnummer (0178) 1 41 13 37 zu erreichen.
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Nun ist die Bibel aber ein geschichtlich ungenaues Buch. Das im neuen Testament, wenn es denn stimmt, Pädophile als Synonym für Homosexuelle verwendet wird, wird wohl eher an den Vorurteilen der Christen gelegen haben. Den Untergang des griechischen- und römischen Reiches an der Etablierung von Homosexualität festzumachen, ist jedoch mehr als lächerlich.
Zu der hier von einigen vertretenen Auffassung, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht so gut wie heterosexuelle Paare zur Kindererziehung geeignet sind, hat Corinna in meinem Blog zu einem Post zum gleichen Thema als Kommentar u. a. geschrieben: "Gleichgeschlechtliche Paare – Vorurteile vs. Fakten Gleichgeschlechtlichen Paaren wird oft vorgeworfen schlechte Eltern zu sein, zur Pädophilie zu neigen, zu längerfristigen Partnerschaften unfähig zu sein und einiges andere mehr. Die Fakten sprechen eine andere Sprache. Gleichgeschlechtliche Paare sind schlechte Eltern Die Behauptung, dass Kinder gleichgeschlechtlicher Paare schlechter in der Schule seien oder zur Kriminalität neigen sind falsch wie zwei Untersuchungen zeigen die in der Februar-Ausgabe 2010 des "Journal of Marriage and Family" beschrieben sind. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften halten nicht lange John Gottmann, emeritierter Professor der Psychologie der Universität von Washington, hat zusammen mit Kollegen Daten homosexueller Paare über 12 Jahre ausgewertet und stellte fest, dass 20% dieser Partnerschaften scheiterten und somit sogar stabiler sind als die ersten Ehen heterosexueller Partner. Nachzulesen im "Journal of Homosexuality" 2003. Die meisten Pädophlen sind homosexuell In einer Studie von Carole Jenny vom University of Colorado Health Sciences Center aus dem Jahr 1994 wurden 269 Fälle von Kindern untersucht die von Erwachsenen sexuell belästigt wurden. In 82% dieser Fälle war der mutmaßliche Täter der heterosexuelle Partner eines engen Verwandten des Kindes, und nur in 2 dieser 269 war der Täter schwul oder lesbisch." Andrea Süßenguth