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Havelberg l Im "Land der Ideen" waren in diesem Jahr zum zweiten Mal "Ideen für die Bildungsrepublik" gesucht. Das Havelberger Schülerinstitut SITI ist als einer von 52 Orten und einziger in Sachsen-Anhalt als ein solcher ausgewählt worden, freut sich SITI-Chef Dr. Hannes König. "Unter dem Dach des Schülerinstituts SITI ist eine stattliche Zahl gut funktionierender Schülerfirmen versammelt. Entsprechend der Firmenbereiche und verschiedenen Interessen der Mitglieder ergibt sich das umfangreiche Kursangebot des Vereins - in Wirtschaft, Informatik, Technik und Naturwissenschaften", heißt es in der Begründung, weshalb die Jury sich aus mehr als 1100 Bewerbungen auch für die Havelberger entschieden hat.
"Wir sind weit über das Stadium Idee hinaus. Unser Konzept ist nicht nur Realität, es ist erprobt und erfüllt bereits heute viele Forderungen der Zukunft in Bezug auf die Sicherung des Fachkräftenachwuchses und die Leistungsbereitschaft der Schulabgänger für die Aufgaben in Wirtschaft und Gesellschaft", verweist Hannes König stolz auf das Geschaffene. Jüngste Errungenschaft ist der zweite Platz für die Schülerfirma "Splendid Crazy Ideas", den sie am Montag im Rahmen des futurego Schüler-Businessplanwettbewerbes in Magdeburg bekommen hat (wir berichteten gestern). Im Wirtschaftsunterricht der 11. Klasse hatten sich Geschäftsführer Florian Sasse, Eric Walther, zuständig für Produktion und Beschaffung, Christian Beyer, Marketing und Vertrieb, sowie Martin Keiper, Finanzen und Buchhaltung, eine Geschäftsidee für die Schülerfirma ausgedacht. Ihr Schwibbogen aus Acryl, der mit Motiven nach Wunsch und in verschiedenen Farben leuchtend, gestaltet werden kann, kam bei der Präsentation am Montag sehr gut an und brachte ein Preisgeld von 750 Euro ein.
"Im September haben wir die Schülerfirma übernommen und zunächst Ideen gesammelt. Wir entschieden uns für den Schwibbogen und entwickelten den Businessplan", berichtet Florian Sasse. In Zusammenarbeit mit den Schülerfirmen Design Dreams, Formel Future und PCI, die die Produktion mit Fräsen, Zusammenbau, Dioden löten übernehmen, entstand im Spätherbst der Prototyp. Zu Weihnachten gab's einen Testverkauf. Über "futurego" wurden die Jungs geschult. Im Januar gaben sie ihr Ideenpapier ab und entwickelten auf dieser Basis ihren Businessplan. Dass sie am Montag von 130 Schülerteams zu den besten fünf gehörten, die mit einer Präsentation der Jury ihre Geschäftsidee vorstellen durften, wussten sie vorab. Dass es Platz zwei geworden ist, freut sie riesig. Das Produkt an sich, das innovativ und kreativ ist, sieht Florian Sasse als Grund für den Gewinn. "Es gibt nicht viele, die Schwibbögen in dieser Weise herstellen, und wir haben viel Wert aufs Marketing gelegt", erzählt der Schülerfirmenchef. In einer Umfrage im Internet hatten sie das Interesse von Kunden erfragt und zum Beispiel festgestellt, dass die Logos sehr begehrt sind. Für die Elftklässler ist das Projekt nun abgeschlossen. Im neuen Schuljahr wird ein neues Team die Schülerfirma übernehmen. Aber für die beteiligten Schülerfirmen haben sie den Weg bereitet, mit dem Businessplan in die Produktion der Schwibbögen einzusteigen.
Sechs Schülerfirmen arbeiten am SITI. Mit erfolgreichen Projekten für "Jugend forscht", der Schülergießerei, Junggründer- sowie Technik- und Kompetenzzentrum, Schülerstudienwochen und anderem mehr hat sich das Schülerinstitut in den vergangenen Jahren einen Namen weit über die Stadtgrenzen hinaus gemacht. 2007 war das SITI einer von 365 Orten im "Land der Ideen".
Die Preisverleihung als Ort mit Bildungsideen ist für den 26. Oktober vorgesehen. An diesem Tag wird sich das SITI mit einer Schülerfirmen- und Erfindermesse präsentieren. Zugleich findet der Tag der offenen Tür statt, mit dem auch wieder neue Mitstreiter fürs SITI gewonnen werden. "Mit dieser Veranstaltung und dem Festakt wollen wir uns gemeinsam mit den aktiven und ehemaligen Schülern, unseren Partnern und Förderern über diesen Erfolg freuen und zugleich auf 18 Jahre außerschulischer Schülerförderung zurückblicken", kündigt Hannes König an.
Die Bildungsidee im Internet: http://www.land-der-ideen.de/node/47386
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Zitat aus Artikel: "Auch die eigene Offenheit kann laut Studie zu mehr Akzeptanz führen: Geoutete Menschen berichteten demnach von weniger Diskriminierung als jene, die nicht offen mit ihrer Neigung umgingen. (dpa)" Das ist auch meine Erfahrung. Nachdem ich bis zum 55. Lebensjahr gebraucht habe, selbst zu meiner Transsexualität zu stehen und meine Angst zu überwinden, lebe ich völlig offen damit. Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Meine Umwelt und selbst meine Familie akzeptieren mich so. Einer der Gründe, warum ich offen dazu stehe und sogar wesentliche Teile meiner Transition im Internet veröffentlicht habe ist, den Menschen zu zeigen, dass wir auch nur normale Menschen sind und keine Exoten. Nur der offene Umgang mit Homo- und Transsexualität kann für allgemeine Akzeptanz und Toleranz sorgen. Leider werden da aber von gesellschaftlicher und staatlicher Seite noch zu viele Hürden für uns aufgebaut, die auch diskriminierend sind. So zum Beispiel, dass keine gleichgeschlechtliche Ehe möglich ist oder man als Transsexueller erst als "psychisch gestört" (F64.0 – Geschlechtsidentitätsstörung) gelten muss, in einem so genannten Alltagstest (für bis zu 18 Monate leben im gefühlten Geschlecht mit falschen Papieren, ohne mögliche körperliche Anpassungen) den Beweiß antreten soll und die Änderung des Vornamens und des Geschlechts nur über Gericht erlangen kann, was bis zu 3.000,- Euro kosten kann. Andrea Süßenguth
Glueckwunschzum Sieg Hanne.