Die Menschen in der Einheitsgemeinde Klötze scheinen mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Doch der immer wieder geäußerte Wunsch, die Arbeit zu behalten oder gar zu bekommen, zeigt, dass die soziale Absicherheit ganz weit oben auf der Wunschliste für 2014 steht.

Klötze l Bevor das Jahr sich schlussendlich dem Ende neigt, fassen viele Menschen Entschlüsse, wünschen sich beim Bleigießen oder Zuprosten für den Partner und auch für sich die besten Aussichten fürs kommende Jahr. Die sicherlich nicht repräsentative Umfrage lässt jedoch den Schluss zu, dass nicht Urlaub, Abnehmen oder ein neues Auto heiß begehrt sind, sondern viel mehr die bodenständige Variante: soziale Sicherheit durch einen sicheren Arbeitsplatz.

Nichtsdestotrotz wurde auch kräftig gefeiert. Die Sektkorken knallten und die Silvesterraketen, von Böllern lautstark unterlegt, stiegen allerorts zu Mitternacht in den Neujahrshimmel 2014. Zuvor und danach feierten 250 Gäste im Klötzer Altmarksaal eine rauschende Nacht. Die Frauen glänzten mit Haarpracht, Garderobe oder einem Lächeln, die Männer durch akkurates Auftreten und Tanzfreude.

"Darf ich bitten", war auch im Immekather Gasthaus "Zu den Linden" der Satz des Abends. Die Gäste beeilten sich förmlich mit dem Verzehr der vielen Köstlichkeiten des Buffets. Eine dieser leckeren Angebote war der Immekather Heringssalat, der den Gästen im Wirtshaus zu Silvester serviert wird, sagte Inhaberin Christel Zeitz. Das Rezept ist seit schon drei Generationen dasselbe.

Die Speisefolge zum Jahreswechsel war von 2013 auf 2014 allerdings für manchen Geschmack eine kleine Herausforderung, fand jedoch ungebremsten Absatz: Zu den traditionellen Pfannkuchen konnte zwischen Glühwein und Kaffee fürs bessere Rutschen gewählt werden.

In Quarnebeck im Saal labten sich junge, ältere und jung gebliebene Gäste an handfester Hausmannskost. An mit Mettwurst, Leberwurst, Schinken und mit Käse belegten Brotscheiben fand die Festgesellschaft großen Geschmack. Dazu gab es eingemachtes Gemüse, darunter scharfe Gurken, die bestätigten, dass sauer eben lustig macht.

Vorgesehen war an diesem Abend die Aufführung eines Sketches. Lange hatte dafür eigens eine Quarnebecker Gruppe geübt. Doch zu späterer Stunde am Silvesterabend war das Lampenfieber bei den Hauptdarstellern derart angestiegen, dass die Uraufführung kurzfristig abgesagt werden musste.

Das tat der fantastischen Stimmung jedoch keinen Abbruch. Statt zuzuschauen, erhoben sich die munteren Partygäste und eröffneten eine Polonaise, um minutenlang in Hochstimmung singend durch den Saal zu ziehen.

Bemerkenswert war Neujahr festzustellen, dass Böllerreste schon bald von Straßen und Bürgersteigen verschwunden in den Orten waren. Auch das spricht für eine Einheitsgemeinde.

   

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