Der Kulturklub Drömling will dieses Jahr in die Vollen gehen. Der noch junge Verein setzte mit ersten Veranstaltungen bereits Achtungszeichen. Die nächsten Events sind schon in Arbeit.

Kunrau l René Schneider sprüht nur so vor Ideen. Der Vorsitzende des Kulturklubs Drömling berichtete am Freitagabend vor dem Beginn des Sektempfangs im Kunrauer Schloss von den nächsten Vorhaben. Dabei spielt das Schloss zwar eine zentrale Rolle, Veranstaltungen soll es aber auch andernorts geben.

"Wo jetzt die Galerie ist, soll ab März ein Atelier eingerichtet werden", beschreibt René Schneider. Die Galerie wird in die Räume des ehemaligen Dental-Labors in der oberen Etage des Schlosses umziehen. "Dort wird es ständige Ausstellungen geben, die alle vier Monate wechseln", erläutert der Klub-Chef.

Einbezogen werden soll in das künftige kulturelle Zen- trum Schloss Kunrau auch der Schlosskeller. "Dafür wird ein Konzept erstellt", berichtet René Schneider. "Wir denken da an einen Kinobereich, in dem Studiofilme gezeigt werden, an Buchlesungen und anderes. Wir wollen das ganze Schloss nutzen."

Dabei werden auch die Kinder nicht vergessen. Für sie soll es Kurse zum Mitmachen geben: Malen, Trommeln, Lesungen.

Intensivieren will der Kulturklub die Kontakte zu anderen Vereinen und Veranstaltern. Anfragen liegen bereits aus Gifhorn und Brome vor, wo der Klub ebenfalls Kultur anbieten möchte. Schneider hofft auf Angebote für "weitere stylische Locations".

Insgesamt will sich der Verein breit gefächert aufstellen, wie René Schneider es nennt. Dabei helfen nicht nur die Kontakte des Kulturklubs, sondern auch die bislang 30 Mitglieder, unter denen Maler, Musiker und Laienschauspieler sind. Sie haben auch Kontakte zu Zauberern, Gospelchören und anderen. Neben neuen Angeboten soll Bestehendes wie das bekannte Schlossfest bereichert werden. Mit im Boot sitzt die Stadt Klötze, mit der es am 16.Januar ein weiteres Gespräch wegen organisatorischer Fragen geben soll. "Dabei muss geklärt werden, wie das Schloss künftig geöffnet ist. Denn wir brauchen hier keine Galerie und keine Kurse anzubieten, wenn die Türen verschlossen sind", begründete der engagierte Musiker. Sein Verein möchte der Stadt anbieten, dass Vereinsmitglieder einige Stunden pro Woche die Schlosstüren öffnen. "Wir haben selbst viele Künstler und Freiberufler in unserem Verein, da geht das", sagt René Schneider.

Mittelfristig möchte der Kulturklub auch Fördermittel beantragen. Vorgesehen ist, im Schloss einen regelmäßigen Kultursonntag zu etablieren. Dabei soll es je eine Hauptattraktion und kleinere Aufführungen drumherum geben, stellen sich die Klub-Mitglieder vor. Beim ersten Kultursonntag am 26. Januar treten die Melankomiker, ein Musikkabarett aus Leipzig, auf. Das Duo "Anke und Peter" will die Gäste zudem mit Salsa-Tänzen erfreuen - mitmachen erwünscht.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf beim Fremdenverkehrsverein im Schloss, im Klötzer Rathaus, in der Ergotherapie von Anna Schneider in Brome und bei René Schneider unter Telefon 0171/6429627.