Zwei Einsätze wurden gefahren und einige Veranstaltungen ausgerichtet: Die Feuerwehr in Trippig-leben schaute bei der Jahreshauptversammlung auf das Jahr 2013 zurück.

Trippigleben l Als im Oktober ein Traktor aufgrund eines technischen Defekts in Wenze Feuer fing und dabei mehrere Strohballen entzündete, waren die Kameraden der Trippiglebener Wehr an den Löscharbeiten beteiligt. Beim zweiten Einsatz, zu dem die freiwilligen Brandbekämpfer ebenfalls im Oktober ausgerückt sind, ist ein Sturm über den Ort gezogen. Auf beide Ereignisse blickte Wehrleiter Joachim Klabis am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im Trippiglebener Dorfgemeinschaftshaus zurück.

Klabis: Die Disziplin ist teilweise verbesserungsfähig

Dabei kritisierte Klabis allerdings auch das Verhalten einiger Brandbekämpfer im Ernstfall: "Kameraden mit Piepern lassen sich manchmal zu lange Zeit, um zum Gerätehaus zu kommen. Das Auto fährt dann nicht voll besetzt zum Einsatz." Darüber hinaus lasse auch die Beteiligung an den Schulungsstunden, die an jedem ersten Montag im Monat stattfinden, zu wünschen übrig. Aus den Reihen der Mitglieder kam daher die Anregung, ob es nicht sinnvoll wäre, die Ausbildungseinheiten gemeinsam mit den Wehren in Wenze und Quarnebeck zu gestalten. Diese würden immer am Sonntagvormittag stattfinden. "Das müssen wir noch einmal aufgreifen. Es könnte neu geplant werden", sagte Joachim Klabis zu dem Vorschlag.

An der regelmäßigen Ausbildung festzuhalten, legte am Freitagabend Kathrin Wißwedel den Trippiglebenern nahe. Der Brand in Wenze habe gezeigt, wie wichtig diese sei. Die Leiterin des Klötzer Ordnungsamtes nahm als Vertreterin der Stadt an der Jahreshauptversammlung teil.

Einige Veranstaltungen im vergangenen Jahr

Neben den Einsätzen blickte Joachim Klabis auch auf einige Veranstaltungen zurück, die die Kameraden im Jahr 2013 gemeinsam begangen haben. So wurde im Januar beispielsweise zum zehnten Mal das Preisskat-Turnier ausgetragen, im Februar hat man sich zum gemeinsamen Boßeln getroffen. "Der Juni stand ganz im Zeichen des Feuerwehrfestes, das wir am 8. Juni mit einem Spaßwettkampf eröffnet haben", resümierte Klabis. Die Wehr feierte im Juni ihr 80-jähriges Bestehen.

Auch in diesem Jahr will die Truppe wieder an einigen Tagen für Unterhaltung im Dorf sorgen. So stehen bereits für den 19. April das Osterfeuer, einige Tage später, am 30. April, das Aufstellen des Maibaums im Kalender der Feuerwehr an. Ende November soll es wieder das Anleuchten des Weihnachtsbaumes geben.

Langjährige Mitglieder der Wehr wurden geehrt

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ehrte Joachim Klabis außerdem drei Brandbekämpfer für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Trippiglebener Feuerwehr. So ist Wolfgang Mothsche bereits seit 60 Jahren Mitglied bei den Brandbekämpfern. Genau ein halbes Jahrhundert sind nun die Kameraden Willi Wiechmann und Karl-Heinz Andert, der bei der Versammlung nicht anwesend war, mit dabei. Über seine 20-jährige Zugehörigkeit konnte sich Denny März freuen. Die Jubilare bekamen für ihre langjährige Treue Urkunden sowie - als kleines Präsent - Rauchmelder überreicht.

Zusätzlich wurden Fritz Heneick, Jürgen Schulz sowie Sebastian Hübner für besondere Leistungen ausgezeichnet.

Bei allen Kameraden - derzeit zählt die Feuerwehr Trippigleben 58 Mitglieder, darunter 32 Aktive - bedankte sich Joachim Klabis für deren Einsatz.

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