Kunrau l Mit einem Anliegen hat sich am Montagabend ein Anwohner des Immekather Weges an den Kunrauer Ortschaftsrat gewandt. Demnach habe das dortige Verkehrsaufkommen eine beklagenswerte Größe erreicht. Bei einer Zählung, die an einem Wochentag in der Zeit zwischen 7 und 9 Uhr vorgenommen worden sei, hätten den Immekather Weg 137 Fahrzeuge, vor allem Lkw, befahren. Dies, so der Anwohner, bliebe dauerhaft nicht ohne Wirkung. "Es rappelt und es zappelt." Soll heißen: Der Verkehr sei zum einen mit Lärm behaftet, der durch den Huckel in Höhe der alten Tankstelle noch verstärkt werde. Diese Schwelle, so erinnerte sich Ratsherr Burkhard Hartmann, sei dort ehedem extra auf Wunsch einer Anliegerin, die dort allerdings nicht mehr wohnt, zur Verkehrsberuhigung errichtet worden. Zum anderen, so berichtete der Beschwerdeführer weiter, habe der Verkehr auch Beschädigungen zur Folge: Risse an Häusern und kaputte Gehwege. "Ich sehe nicht ein, dass ich für den Bürgersteig nochmal zahlen muss", machte der Anwohner deutlich und erbat eine Lösung.

Schwarzdecke statt Pflaster

Ortsbürgermeister Uwe Bock kündigte an, das Problem an die Stadt Klötze zwecks Klärung mit dem Altmarkkreis Salzwedel als Träger der Baulast weiterzuleiten. Dem Anlieger empfahl er einstweilen, sich schon mal mit einem Gutachter und Anwalt für alle Eventualitäten zu wappnen, zumal der Verkehr wohl weiter zunehmen werde, da Fricopan in Immekath sich vergrößern wolle.

Burkhard Hartmann war ähnlicher Ansicht. Seiner Meinung nach werde sich an der Situation, dass der Schwerlastverkehr den Immekather Weg in Kunrau nutzt, nichts ändern, solange die Kreisstraße zwischen Kusey und Immekath nicht erneuert worden sei. In diese Richtung gebe es aber "keine Signale".

Bis dahin sieht Burkhard Hartmann "die einzige Möglichkeit darin", das vorhandene Pflaster aufzunehmen und durch eine Schwarzdecke zu ersetzen. Andere Alternativen, wie etwa das Aufstellen von Pollern, hält er hingegen für wenig sinnvoll.