Nicht ohne Sorgen, aber dennoch optimistisch startet der Beetzendorfer Frauenchor in das neue Jahr 2014. Während der Jahreshauptversammlung am Dienstag zogen die Sängerinnen eine Bilanz der Auftritte des vergangenen Jahres.

Beetzendorf l Auch von zurückgehenden Mitgliederzahlen und nur noch geringem finanziellen Spielraum lassen sich die Mitglieder des Beetzendorfer Frauenchores ihren Humor und ihre Zuversicht nicht nehmen. "Wir sind arm, aber sauber", lautete am Dienstagabend das Fazit, das Kassenprüferin Renate Badtke schmunzelnd über den Inhalt der Vereinskasse zog. Und der etwas verspätet zur Jahreshauptversammlung hinzugestoßene Beetzendorfer Bürgermeister Heinrich Schmauch ergänzte: "Und ihr seid eine Wucht". Die Gemeinde sei stolz auf den Frauenchor.

Den Gesang und das gesellige Beisammensein wollen die 28 Chormitglieder auch weiterhin pflegen, auch wenn finanziell "keine großen Sprünge" mehr möglich sind. Sorgen bereitet allerdings die Zahl der aktiven Sängerinnen, die nur noch 19 beträgt. Sieben singen im Alt und jeweils sechs im Sopran und Mezzosopran. "Vielleicht sollten wir uns überlegen, unser Repertoire auf zwei Stimmen zu beschränken", gab Vorstandsmitglied Katrin Puhl als Idee zu bedenken.

Im vergangenen Jahr absolvierten die Chormitglieder 36 Proben und zwei Konzerte gemeinsam mit dem Männerchor, das Frühlings- und das Weihnachtssingen. Insgesamt gab es sechs Auftritte mit den Männern, so zum Burgsingen, am 1. Mai und zum Turmblasen vor Heiligabend. Ein Höhepunkt war das Konzert der beiden Beetzendorfer Chöre mit dem Deutzer Chor in der Marienkirche. "Hier waren wir zwar nur mit 13 Sängerinnen dabei, aber dank der guten Vorbereitung und der ausgezeichneten Akustik in der Kirche haben wir einen guten Eindruck hinterlassen", meinte Katrin Puhl.

Auch der Einladung des Jübarer Frauenchores zu einem Auftritt beim dortigen Herbstsingen folgten die Beetzendorferinnen. Hier stieß bei den Chormitgliedern allerdings etwas unangenehm auf, dass sie als Gäste sechs Euro Eintritt pro Person zahlen mussten. Das war beim Adventskonzert in der Hohenhenninger Kirche nicht der Fall, wo die Sängerinnen gemeinsam mit der Apenburger Liedertafel auftraten.

"Wir sind erfreut, dass uns unsere Stammhörer auch 2013 die Treue gehalten haben", meinte Puhl. Und auch die Beteiligung des Grundschulchores am Weihnachtskonzert habe sich ausgezahlt. Schließlich würden dazu die Eltern und Verwandten kommen, die dann auch den Beiträgen der Beetzendorfer Chöre lauschten.

Auch das gesellige Beisammensein kam 2013 nicht zu kurz. Die Chormitglieder trafen sich zum Grillnachmittag, kegelten in Rohrberg, unternahmen eine Busfahrt an die Müritz und verlebten einen unterhaltsamen Kommersabend zusammen mit dem Männerchor. Dazu kam die Frauentagsfeier.

Dass die Mitglieder mit der Arbeit ihres Vorstandes zufrieden sind, verdeutlichte die Neuwahl des Gremiums, die satzungsgemäß in jedem Jahr durchgeführt werden muss. Katrin Puhl, Silvia Borchardt, Edelgard Wuttke, Elke Petter, Helga Brandt, Sabine Wunder und Beate Becker wurden ebenso einstimmig in ihren Positionen bestätigt wie die drei Mitglieder der Revisionskommission Renate Badtke, Anne-Marie Borchert und Marianne Hundt.

Lobende Worte hatten die Sängerinnen nicht nur für ihren Chorleiter Rainer Rodzis (Puhl: "Der es mit uns nicht immer leicht hat"), sondern auch für die Gemeinde. "Sie unterstützt unsere Chorarbeit, wo sie kann", bedankte sich Katrin Puhl bei Bürgermeister Heinrich Schmauch.