Für das neue Jahr haben sich die Mitglieder des Angel- und Gewässerschutzvereins Beetzendorf eine Menge vorgenommen. Vor allem an den Aufzuchtteichen im Park und den gepachteten ehemaligen Oxydationsteichen muss Hand angelegt werden.

Beetzendorf l Bevor die Beetzendorfer Angler am Sonnabend das neue Jahr mit dem traditionellen Spielenachmittag einläuteten, gab Vorsitzender Volker Hundt die Marschrichtung für die kommenden Monate bekannt. "Es gibt einiges zu tun, deshalb haben wir auch wieder vier Arbeitseinsätze angesetzt", informierte er. Am 15. und 29. März, 12. April und 6. September wollen die Vereinsmitglieder Hand anlegen, aber auch zwischendurch ist jede Hilfe willkommen. Etwa beim Setzen des Zaunes im vorderen Teil des Anglergeländes im Park. Zudem soll das geplante Bienenhotel fertiggestellt und die überdachte Sitzecke an der Anglerhütte mit vier Fenstern ausgestattet werden. "Damit es an der Wetterseite für die Besucher nicht so zieht", erläuterte Hundt.

Auch an den ehemaligen Oxydationsteichen, die der Verein als zusätzliches Angelgewässer gepachtet hat, sind Arbeiten geplant. So sollen hier ebenso wie an der Jeetze unterhalb des Audorfer Wehres Schilder aufgestellt werden, die darauf verweisen, dass das Angeln nur den im Dachverband organisierten Petrijüngern und Inhabern einer Angelerlaubnis gestattet ist.

Nahezu fertig ist der hölzerne Naturbeobachtungsstand an den Oxydationsteichen. "Die Masse der Arbeiten ist abgeschlossen, wir müssen noch streichen und Geländer anbringen", erläuterte Volker Hundt. Eine offizielle Einweihung wird eventuell für das Frühjahr ins Auge gefasst.

Arbeiten sind außerdem am Damm der Alten Jeetze notwendig, die der Verein ebenfalls als Angelgewässer nutzt. "Er ist relativ uneben und lässt sich schlecht mit der Technik pflegen", berichtete der Vorsitzende. Deshalb wolle man eventuell etwas Mineralgemisch aufbringen. In Angriff genommen wird ferner die Installation einer Beleuchtung am Eingang zum Anglergelände im Park. "Damit die Besucher unserer Veranstaltungen zu später Stunde nicht im Dunkeln tappen müssen", meinte Volker Hundt.

Auch um den Fischbesatz in den Aufzuchtteichen wollen sich die Angelfreunde in den nächsten Monaten kümmern. Vorgesehen ist das Einsetzen von K3-Karpfen, um deren Bestand zu erhöhen. "Ich habe 110 Kilogramm bestellt", kündigte der Vorsitzende an. Dazu kommen 20 Kilogramm K2-Karpfen, um für das Abfischen endlich wieder etwas im Netz zu haben. "Im letzten Jahr war es nicht so doll. Deshalb wollen wir es noch einmal probieren", erläuterte Volker Hundt. 200 Bachforellen sind für die Jeetze vorgesehen sowie 20 Zander, fünf Störe und 210 Forellen für den Langen Teich im Beetzendorfer Park.

Neue Wege geht der Verein beim traditionellen Wettbewerb um den "Fisch des Jahres". Da daran in den letzten Jahren immer weniger Angler teilgenommen haben, soll der Anreiz jetzt erhöht werden. "Andere Vereine küren den Königsangler, wir ermitteln den Angler des Jahres", kündigte der Vorsitzende an. Die erzielten Fangergebnisse bei drei der traditionellen Veranstaltungen des Vereins (Anangeln am 26. April, Nachtangeln am 14. Juni und Abangeln am 21. September) sollen jeweils in Punkte umgerechnet werden. Am Ende des Jahres wird dann der beste Petrijünger gekürt.

Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch dankte den Anglern für ihre Arbeit und hob vor allem die Rekultivierung der Oxydationsteiche hervor. Der anhängige Rechtsstreit um das Gewässer sei nunmehr beendet und die aufgestellten Schilder, die das Areal als Privatgelände ausweisen, könnten entfernt werden. "Das alles hat uns zwar mehr Geld gekostet als ursprünglich geplant, aber das war es uns wert, um dieses Naturkleinod zur Verfügung stellen zu können", erklärte der Ortschef.