Das Land erwägt, die marode Cheinitzer Straße in Apenburg noch dieses Jahr auszubauen. Weil die Gemeinde dann nicht nur die Nebenanlagen, sondern auch die Regenentwässerung komplett erneuern müsste, stehen die Eckwerte des Haushalts noch auf unsicheren Füßen.

Apenburg l Eigentlich wollten die Apenburg-Winterfelder Gemeinderäte am Dienstagabend über die Eckwerte des Haushalts 2014 beraten. Doch daraus wurde nichts. Grund sind derzeit noch unbekannte Kosten, die auf die Gemeinde im Zuge einer möglichen Straßenbaumaßnahme des Landesbaubetriebes zukommen. Dieser plant, in diesem Jahr die marode Cheinitzer Straße in Apenburg in Angriff zu nehmen. "Das war ja schon im Zuge der Erneuerung der Bundesstraße 71 in der Ortsdurchfahrt Cheinitz im Gespräch, hat sich dann aber wieder zerschlagen", erläuterte Bürgermeister Harald Josten. Doch jetzt werde das Vorhaben offenbar konkret.

Die vorhandene Teerdecke und das darunterliegende alte Pflaster sollen komplett entfernt und auf dem bestehenden Unterbau eine neue Trag- und Deckschicht aufgebracht werden. "Dabei geht der Landesbetrieb davon aus, dass der sandige Unterbau stabil genug ist", erklärte Josten. Die Gemeinde wäre über die notwendige Erneuerung der Borde, Gossen und Einläufe finanziell mit im Boot.

Der größte Happen aber würde für die Sanierung des Regenwasserkanals fällig werden. Der ist in der Cheinitzer Straße wie in vielen anderen Teilen Apenburgs völlig marode. Ein Niederschlagswasserkonzept hat die Gemeinde in Auftrag gegeben, es ist aber noch nicht fertig. "Der Abschluss dürfte aber jeden Tag soweit sein", teilte der Bürgermeister mit. Seiner Ansicht nach kommt die Gemeinde nicht umhin, die Regenentwässerung mit in Angriff zu nehmen, sollte das Land mit dem Straßenbau beginnen. "Das wäre sonst ein Schildbürgerstreich, wenn zwar die Straße neu ist, wir aber das Regenwasser weiter in den maroden Kanal einleiten", so Josten.

Jetzt müsse man abwarten, ob die Ausbaupläne des Landesbaubetriebes konkret werden und ob die Behörde mit der gleichzeitigen Erneuerung der Regenwasserkanalisation mitgeht. "Das würde auf jeden Fall sämtliche Haushaltszahlen für dieses Jahr über den Haufen schmeißen", plädierte der Bürgermeister für einen einstweiligen Aufschub der Etatdiskussion. Möglich sei aber auch, dass der Landesbaubetrieb in diesem Jahr die Maßnahme zunächst vorbereitet und erst 2015 umsetzt. "Das wäre die bessere Lösung, denn dann bestünde die Chance auf Fördermittel. Für dieses Jahr ist diesbe- züglich nichts mehr zu machen", erklärte Harald Josten weiter.