Über mangelndes Interesse an der Feuerwehr können die Hanumer Kameraden nicht klagen. Während der Jahreshauptversammlung wurden gleich sechs Brandbekämpfer nach bestandener Truppmannprüfung zu Feuerwehrmännern und -frauen befördert.

Hanum l Das sind Zahlen, von denen andere kleine Wehren nur träumen können: Gleich sechs Brandbekämpfer erhielten am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung der Hanumer Wehr ihre Schulterstücke und Urkunden, die sie ab sofort als Feuerwehrmänner und -frauen ausweisen. Zwei weitere, die zu der Zusammenkunft nicht kommen konnten, erhalten die Beförderung später. Damit umfasst die Hanumer Feuerwehr 20 Mitglieder der aktiven Löschgruppe.

Hinzu kommen acht Mitglieder der Frauengruppe, vier Nachwuchsbrandbekämpfer und elf Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung. Keine schlechten Zahlen für ein Dorf von gerade einmal 185 Einwohnern. Entsprechend zufrieden fiel auch die Bilanz aus, die Wehrleiter Lars Hüttenberndt in seinem Bericht für 2013 vorstellte. Nur zu einem einzigen Einsatz mussten die Kameraden ausrücken, als am 24. August ein Mähdrescher samt Stoppelfeld in Richtung Haselhorst brannte. Ansonsten standen vor allem Ausbildungsstunden und Aktivitäten für das Dorf auf dem Programm. Dazu gehörte neben dem Maibaumaufstellen und dem Maifest auch das Weihnachtsbaumverbrennen. "Die Beteiligung war relativ mager, in diesem Jahr kamen wieder mehr Besucher", meinte Hüttenberndt.

Sehr gut angenommen wurde die Grünkohlwanderung. Die Feier zum 80-jährigen Bestehen der Feuerwehr im Oktober war ebenfalls ein Erfolg. Das bestätigte auch Verbandsgemeinde(VG)-Mitarbeiter Markus Starck, der den Dank und die Grüße von VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann übermittelte und selbst in der Bornsener Feuerwehr aktiv ist. "Das Jubiläum war eine rundum gelungene Sache, wir kommen gern wieder nach Hanum", meinte er im Namen der Nachbarwehr.

Am Gemeindewehrausscheid in Jübar nahmen die Hanumer Kameraden 2013 mit nur einer Mannschaft teil. Immerhin konnte der vierte Platz errungen werden. "Dieses Jahr klappt es vielleicht wieder mit zwei Teams, die Mannschaftsstärke haben wir eigentlich", kündigte der Wehrleiter an.

Schwierigkeiten macht den Feuerwehrleuten noch der Digitalfunk. Der funktioniere zwar, doch die Leitstelle könne nach wie vor nur analog erreicht werden, erklärte Lars Hüttenberndt. Inzwischen würden auch die ersten Akkus der neu angeschafften Handfunksprechgeräte den Geist aufgeben, so dass seitens der VG eine entsprechende Investition notwendig wird. Auch die Löschwasserversorgung im Ort ist noch nicht zufriedenstellend geregelt. Ein Versuch, einen Tiefbrunnen zu bohren, wurde nach 60 Metern abgebrochen, weil noch immer kein Wasser zu finden war.

Hanums Interessenvertreter Wolfgang Schulz bedankte sich bei den Kameraden für ihren Einsatz im Interesse des Dorflebens. "Die Unterstützung, die ihr mir und dem ganzen Ort gebt, ist lobenswert. Nur so kann auch eine Dorfgemeinschaft funktionieren", freute er sich.

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