Oebisfelde l Der Straßenausbau in Oebisfelde geht auch in diesem Jahr weiter. Saniert wird ein Abschnitt der Magdeburger Straße sowie der zweite Abschnitt der Niendorfer Straße. Am Dienstag wurden die Vorhaben den Anwohnern im Burgverbinder vorgestellt.

Seit Dienstag wissen die Anwohner, wann der Ausbau der Magdeburger Straße beginnt und was auf sie zukommt. Am 17. März soll es, soweit das Wetter mitspielt, losgehen. Als offizielles Bauende wurde Ende Oktober genannt. Das Befahren der beiden Straßen sei jedoch wahrscheinlich schon früher möglich, da Mitte September die Asphaltschicht, wie Planer Andreas Thiel erklärte, aufgetragen werden soll. Bis Ende Oktober seien dann nochRestarbeiten, zumeist an den sogenannten Nebenanlagen, zu erledigen.

Abgeschlossen sind zu diesem Zeitpunkt natürlich auch die Arbeiten, die die Oebisfelder Wasser- und Abwassergesellschaft in Auftrag gegeben hat. Denn die Magdeburger erhält eine Abwasserleitung, die bisher noch nicht vorhanden ist, und eine neue Trinkwasserleitung.

Zahlen zu dem Vorhaben liegen inzwischen ebenfalls auf dem Tisch und interessierten am Dienstag besonders die zahlreich erschienenen Anwohner, die finanziell am Ausbau beteiligt werden. Insgesamt sitzen sie mit 84.761 Euro im Ausbauboot.

Für das Sanieren der Straße müssen die Anlieger, da es eine Landesstraße ist, nichts zahlen. Fällig werden beispielsweise jedoch Beiträge für den Gewegbau oder das Aufstellen von neuen Straßenlampen. Wer wie viel bezahlen muss, richtet sich laut Straßenausbaubeitragssatzung nach der Grundstücksgröße und der Bebauung (Etagenanzahl).

Tiefer in die Tasche greifen müssen die Anlieger für das Verlegen beziehungsweise das Anschließen der Abwasserleitung. Zum Zuge kommt in diesem Fall die kommunale Schmutzwasserabgabensatzung. Berechnet werden ebenfalls Grundstücksgröße und Bebauung mit Etagenzahl.

"Ich schätze, dass wir mit dem Ausbau und dem Abwasser auf über 20.000 Euro kommen. Das ist schon ein Hammer", sagte ein Anwohner der Magdeburger Straße.

Zahlen für Ausbau und ­Abwasseranschluss müssen übrigens auch die Anlieger, die an der Magdeburger einen Garten besitzen. "Das ist grundsätzlich so, da diese Grundstücke als Bauland oder gewerblich genutzt werden könnten", erläuterte Bauamtsleiter Uwe Dietz.

Ausgebaut wird die Magdeburger auf einer Länge von 397 Metern - vom Jägerhof bis zirka Einfahrt ehemalige LPG. An der Straßenbreite ändert sich nichts. Sie bleibt bei 6,70 Metern. Neben Schmutz- und Trink- wird während der Bauphase auch eine Regenwasserleitung neu verlegt. Neu gestaltet werden ebenfalls die Gehwege. Dabei soll der Bürgersteig auf der linken Seite in Richtung Siedlung weitergeführt werden bis zur Niendorfer Straße und von dort bis zur Einfahrt Marktgelände/Tankstelle.

In diesem Bereich soll auch auf Vorschlag des Ortschaftsrates ein Fußgängerüberweg, der die beiden Märkte verbindet, installiert werden.
Für den Ausbau weichen mussten indes 26 Linden an der Magdeburger Straße. Sie seien, wie Thiel betonte, zum Großteil angeschlagen gewesen. Neu angepflanzt werden soll dafür Ahorn, besonders an der Niendorfer Straße.

Wann das gesamte Projekt Landesstraße 24 fertiggestellt sein wird, auszubauen ist noch der Abschnitt Magdeburger Straße bis Abzweig Gehrendorf sowie die Lessingstraße, sei noch unklar. Angestrebt werde zwar das kommende Jahr, doch entscheidend sei die Finanzlage des Landes.

"Obwohl uns der Straßenbau in diesem Jahr geschlaucht hat, werden sicherlich die meisten Oebisfelder den Ausbau der Magdeburger Straße, trotz der damit verbundenen erneuten Unannehmlichkeiten, begrüßen. Denn diese Straße befindet sich wirklich in einem sehr schlechten Zustand", hatte im August vergangenen Jahres bei der Sitzung des Ortschaftsrates Ortsbürgermeister Sven Groneberg gesagt, als das Vorhaben vorgestellt worden war.