Je 20000 Euro im Haushalt der Stadt sind für Spielplätze und Dorfgemeinschaftshäuser vorgesehen. Um Prioritäten bei der Abarbeitung zu setzen, haben die Ortsbürgermeister erneut eine Wunschliste erstellt. Allerdings stoßen im Rathaus nicht alle Punkte auf Gegenliebe.

Klötze l Mit einer Prioritätenliste wollen die Ortsbürgermeister der Ortsteile in der Einheitsgemeinde Klötze den Unterhalt ihrer Spielplätze und Dorfgemeinschaftshäuser mit beeinflussen. Sie trafen sich Ende Januar zur Beratung. Im Ergebnis entstand eine Wunschliste für 2014, die der Ristedter Ortschef Hans-Jürgen Beckmann jetzt Bürgermeister Matthias Mann überreichte. Ein Knackpunkt auf der Liste, der sofort für Unmut in der Verwaltung sorgte, betrifft die Geräte der alten Skaterbahn. Nach dem Willen der Ortschefs sollen sie nicht verkauft, sondern in Immekath wieder aufgebaut werden, eventuell auf der alten Kleinfeldanlage. "Außerdem bezweifeln alle Ortsbürgermeister die hohen Kosten für das Fundament", heißt es in dem Schreiben.

Und hier liegt der Hase im Pfeffer, denn eine stabile Grundplatte ist erforderlich für den Aufbau der Skaterbahn. Doch die kostet Geld. Bürgermeister Matthias Mann sagte dazu in der Sitzung des Stadtrates nur: "Wenn der Stadtrat meint, wir haben das Geld dafür. Doch wenn wir bauen, bauen wir richtig. Außerdem entstehen Folgekosten für den Unterhalt der Anlage." Zuvor hatte er auf einen dringend gebotenen Sparzwang hingewiesen und vermisste deshalb etwas Demut.

"Reduzierung der Schuldenlast ist wichtiger als Spielgerät"

Bereits nach der Sitzung des Hauptausschusses hatte Matthias Mann zum Thema Skaterbahn und Prioritätenliste angekündigt, dass die Liste wie 2013 übernommen werde. "Allerdings ist mir die Reduzierung der Schuldenlast wichtiger für unsere Kinder, als noch ein achtes Spielgerät aufzustellen", betonte er. Damit entstünden neue Kosten. "Nachhaltige Politik endet nicht am Kirchturm", betonte Matthias Mann.

In ihrem Schreiben an den Bürgermeister stellen die Ortschefs einen Vergleich an, welche Punkte von der Liste 2013 im Bereich Spielplätze abgearbeitet worden sind. Ihr Ergebnis: nur einer (Schaukel Immekath). Sie fordern deshalb "eine Inventurliste für die Spielgeräte, die nicht aufgebaut sind". Zudem sollen die nicht ausgegebenen 17800 Euro aus 2013 in diesem Jahr mit berücksichtigt werden, abzüglich der Kosten für bereits gekaufte Geräte.

"Wir wollten die Geräte aber nicht im Herbst aufbauen."

Als Grund für die Verzögerung nannte Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers den erst spät beschlossenen Haushalt. "Wir wollten die Geräte aber nicht im Herbst aufbauen", sagte er. Derzeit würden Angebote von Firmen eingeholt, die das Aufstellen übernehmen wollen. Beispielsweise werde der Spielplatz in Neuferchau komplett neu gestaltet.

Zufriedener sind die Ortsbürgermeister mit den Dorfgemeinschaftshäusern. Die Abarbeitung der Prioritäten bezeichneten sie als "sehr zufriedenstellend".

Nach den Wahlen wollen die dann amtierenden Ortschefs erneut beraten.