Oebisfelde (jpi). Im letzten Moment verhinderte am Neujahrstag eine Kraftfahrerin aus dem Altmarkkreis Salzwedel die Begegnung mit einer sogenannten Dachlawine. Von einem seit längerer Zeit unbewohnten Haus an der Langen Straße, gelegen wenige Meter hinter der Einmündung Achterstraße auf der rechten Seite in Richtung altes Schützenhaus, ist die gesamte Schneelast auf dem Dach von zirka zehn Metern Länge am Vormittag ins Rutschen gekommen und klatschte auf die Straße. Die Dame im Pkw reagierte mit einer Vollbremsung und konnte so dem Schneeschlag vom Dach entgehen.

Vom Dach rutschender Schnee war am Neujahrstag und auch am Sonntag kein Einzelfall. Besonders an der Langen Straße und der Lindenstraße lösten sich immer wieder die Dachlawinen und gingen teilweise mit lautem Getöse zu Boden. Betroffen waren hauptsächlich die Fahrbahnen. Aber auch auf den Fußwegen landeten die Schneemassen. Ursache dafür war das einsetzende Tauwetter.

Zu Schaden sind indes keine Personen gekommen. Auch Sachschaden gab es nicht zu verzeichnen.

Im Bereich der langgezogenen Kurve zwischen Sparkasse und Kasube-Mühle stellte ein Grundstückseigentümer vor seinem Grundstück zwei Schilder auf und warnte auf diesen vor herabstürzenden Schneemassen.

Solche Dachlawinen machten den Oebisfeldern bereits im Winter 2009/10 zu schaffen. Auch vor knapp zwölf Monaten kam es zu zahlreichen Schneeabrutschen.

Im Gegensatz zum Winter des vergangenen Jahres mussten diesmal bisher jedoch noch keine öffentlichen Gebäude gesperrt werden. Im vergangenen Jahr traf es die Hans-Pickert-Halle. Das Dach des seitlichen Hallenbereiches – dort sind Umkleidekabinen, der Kraftraum sowie der Versorgungstrakt untergebracht – war extrem mit Schnee belastet. Die Kommune entschloss sich daher, auch mit Blick auf einstürzende Hallendächer in anderen Kommunen, die Halle kurzzeitig zu schließen. Abhilfe brachte schließlich die Schneeräumung vom Dach.