Noch reagieren die zwei Fasanenfamilien sehr verschreckt auf jeden Besucher, der an ihre beiden Volieren herantritt. Schnell suchen sie dann Deckung und Schutz im hinteren Teil ihres neuen Zuhauses. Die Hühnervögel aus dem Kalbenser Tierpark sind die erste Neuanschaffung.

Klötze l Bei den neuen Fasanenfamilien handelt es sich um drei sogenannte Tenebrosusfasane und um vier europäische Jagdfasane, wie sie auch in der freien Natur in der Einheitsgemeinde und anderswo vorkommen. Der Transport von Kalbe nach Klötze in den Tierpark Arche Noah hat den Tieren gesundheitlich nicht geschadet. Nur der Tenebrosushahn hat einige Prachtfedern lassen müssen, hieß es von Thomas Paasch. Doch die werden schnell wieder nachwachsen. Die Hennen stört das Malheur offensichtlich nicht, sie folgen ihm auch ohne Schwanzfedern auf Schritt und Tritt. Tierpfleger Thomas Paasch, Betreuer Klaus-Dieter Schulz und weitere fleißige Helfer hatten Wochen zuvor die beiden Volieren repariert und für die neuen Bewohner artgerecht hergerichtet. "Viele alte Bauelemente haben wir dabei wiederverwendet, andere mussten komplett erneuert werden. Der Tierpark ist finanziell ja auch nicht auf Rosen gebettet", freut sich Paasch über das Gelingen.

Etwas ungewohnt für die neuen Wildtiere ist die Nähe zu den Sittichen. Dieses stets lärmende und umherflatternde Vogelvolk erschreckt die Prachtfasane als unmittelbare Nachbarn immer wieder. Doch Klaus-Dieter Schulz hat da sein Erfolgsrezept. Die Fasane einfach in Ruhe lassen und mit regelmäßigem Füttern dafür sorgen, dass für die Tiere schnell wieder die Normalität einkehrt.

Ein Besuch des Klötzer Tierparks lohnt sich in den kommenden Wochen auch deshalb, weil die Ziegen und Schafe demnächst ihre Lämmer gebären werden, informiert Thomas Paasch. "Wir erwarten den Zuwachs jeden Tag. Die Lämmer sind besonders für die jüngsten Besucher der Anziehungspunkt schlechthin", freut sich der Tierfreund Paasch.

Da die komplette Umgestaltung des Tierparks noch in der Diskussion ist und nicht auf der Tagesordnung steht, kündigte Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers aber kleinere Instandsetzungen und weiteren Tierzuwachs an. Geplant ist zum Beispiel, wieder einen Streichelzoo einzurichten. Dafür werden Zwergziegen angeschafft. Nach den Fasanen sollen außerdem farbenprächtige Pfaue für mehr Abwechslung in der Arche Noah sorgen.