Diese Gesellenfreisprechung der Kreishandwerkerschaft Altmark am Donnerstag im Altmarksaal bescherte dem Arbeitsmarkt 35 neue und motivierte Fachkräfte. Dass die besonders wertvoll sind, das verdeutlichte der Vizepräsident der Handwerkswerkskammer Magdeburg.

Klötze l Fachkräfte sind der Garant für eine positive Zukunft im Handwerk, urteilte Vizepräsident Adelbert Neuling. Für ihn ist die duale Berufsausbildung die Grundlage auch für die künftigen Gesellen. Norbert Nieder, Unternehmer in Kusey und stellvertretender Kreishandwerksmeister hatte zuvor in der Begrüßung bereits der einzigen Gesellin und den 34 Gesellen Mut zugesprochen, ihren eingeschlagenen Berufsweg mit dem Ziel weiterer Qualifikationen fortzusetzen.

Gesellen aus fünf Berufsgruppen freigesprochen

Insgesamt waren 42 Prüflinge angetreten, ihre berufliche Reife abzulegen. Letztendlich hielten 35 junge Menschen ihren Gesellenbrief in den Händen. Zu den Ausbildungsbetrieben in den fünf Berufsgruppen gehörten auch mehrere Unternehmen aus der Einheitsgemeinde Klötze. Im Metallbauer-Handwerk erlangte Marius Koppe im Kuseyer Betrieb von Obermeister Norbert Nieder die Berufsreife. Die Fertigkeiten für den Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizung und Klimatechnik erhielt David Skoumal im Betrieb von Frank Reisener in Kusey.

Bemerkenswert war die relativ hohe Anzahl von sieben Absolventen, die ihre Qualifikation in einem Institut für berufliche Bildung erlangt hatten. Aus Salzwedeler Betrieben kam auch die Mehrzahl der neuen Gesellen, wobei die Kraftfahrzeugmechatroniker mit 17 freigesprochenen Gesellen das Gros bildete. Deutlich weniger Absolventen, nämlich acht an der Zahl, hatten den Beruf Metallbauer erlernt. Dicht gefolgt von den Anlagenmechanikern für Sanitär-, Heizung- und Klima-Technik (SHK), wo sieben Gesellen freigesprochen wurden. Dem Tischlerhandwerk haben sich nur zwei junge Männer zugewandt.

Schluck aus dem Pokal besiegelt Gesellenreife

Der Tradition folgend, durfte der Gesellentrunk bei den SHK-Gesellen nicht fehlen. Obermeister Klaus Göring griff zum Zinnpokal und ließ jeden frisch freigesprochenen Gesellen sich den Handwerkertrunk einverleiben. Auch David Skoumal, der in Kusey gelernt hatte, genoss ein erstes Mal diesen besonderen Schluck, womit die Gesellenreife besiegelt war.

Dass diese Freisprechung einen besonderen Stellenwert in ihrem Leben einnimmt, das konnte auch an der Art der Bekleidung erkannt werden. Die meisten freigesprochenen Gesellen trugen Festliches, doch lange nicht alle. Und Kreishandwerksmeister Hans-Erich Schulze aus Goldbeck konnte es nicht verstehen, dass einige junge Berufskollegen nicht zu ihrer Freisprechung erschienen waren. Umso mehr freute er sich über das Abschneiden des besten Absolventen. "Eine Eins in der praktischen Prüfung und eine Zwei in der Theorie ist schon eine besondere Leistung", befand der Handwerksmeister und gratulierte Sebastian Nitze per Handschlag.

Die musikalischen Akzente setzten wie in den Jahren zuvor die Geschwister Mirjam und Sebastian Miesterfeldt aus Stendal. Mit ihren umgetexteten Liedern sorgten sie für Heiterkeit und ernteten dafür spontanen Applaus.

 

Bilder