Mit unzähligen privaten und einigen öffentlichen Partys haben die Menschen in der Region den Jahreswechsel gefeiert. Drei dieser Veranstaltungen hat die Volksstimme besucht.

Klötze/Immekath. "Und das ist für die Familie Borchert!", schallt die Stimme von Ronald Sehring alias DJ Camillo aus den Lautsprechern im Altmarksaal, als der an seinem Mischpult die Regler für Peter Maffays "Wölfe" hochzieht. Er kennt viele der Besucher der Silvesterparty. "Da sind zum Beispiel Heike und Guido Peters aus Breitenfeld, die aber ursprünglich aus Klötze kommen. Oder Bernd und Peter Berger, die eigentlich in den Norden fahren wollten zum Jahreswechsel – und dann aber doch lieber hierher gekommen sind", erzählt er, während er den nächsten Titel heraussucht, damit auch kurze Zeit später die Paare über das Parkett wirbeln. Als Showeinlage gibt es pünktlich um 21 Uhr eine fünfköpfige Gruppe junger Altmärker, die einen Remix aus Titeln von "The Village People" sowie als Zugabe "Looking for Freedom" von David Hasselhoff schrill kostümiert präsentiert.

Nicht viel anders die Situation in Immekath. Während vor allem junge Leute es sich an der Kegelbahn im "Zu den Linden" bequem gemacht haben, legt im sehr gut besuchten Saal der Gaststätte DJ Hansi aus Gardelegen die Musik an diesem Abend auf. Insbesondere die Schlager kommen bei den Tanzpaaren aus Immekath und Umgebung besonders gut an.

Livemusik wird indes im "Zum goldenen Löwen" in Klötze geboten. Hier sind Jens Appel und Hans-Joachim Köhn als Duo "Carinus" aus Bergen-Dumme und Kortenbeck mit Keyboard, Trompete, Bass und Saxophon angetreten. "Wir werden heute Abend richtig viel gute Tanzmusik spielen", verspricht Hans-Joachim Köhn zu Beginn dieser Feier zum Jahreswechsel. Spielen wollen die beiden Coverversionen bekannter und beliebter Titel.

Dass neben der Musik zum Jahreswechsel auch das Buffet entscheidend zur guten Stimmung beiträgt, wissen die Veranstalter genau. Daher haben sie sich auch zu diesem Jahreswechsel ins Zeug gelegt, etwas Besonderes zu präsentieren. Im "Goldenen Löwen" tafeln die mit bunten Hüten ausstaffierten Mitarbeiter das von Udo Franz erdachte Buffet im mexikanischen Stil auf: Es gibt Feurig scharf Gewürztes mit Bohnen und Mais, aber auch Hähnchenbrust mit Mozarella und Hirschpralinées für jene, denen gerade nicht nach Mexiko zumute ist.

<6>In Immekath hingegen setzt Wirtin Christel Zeit auf Fisch: Nach einer Begrüßung mit Erbsenschaumsuppe samt Garnele werden Lachs und Rotzunge aufgetragen, es gibt aber auch Entenbrust und Pfifferlinge. Tradition hat in Immekath nicht zuletzt der Heringssalat für die Stammgäste, und um 23 Uhr gibt es Kaffee und Glühwein und dazu Pfannkuchen – von denen der eine oder andere einer gängigen Tradition folgend auch mit würzigem Senf statt mit fruchtiger Marmelade gefüllt sein könnte.

Im Altmarksaal setzt das Küchenteam auf traditionelles Festtagsessen. Erika Kamith verweist insbesondere auf das Geflügel: "Bei uns können sich die Gäste heute noch einmal richtig am Gänsebraten sattessen." Außerdem gibt es hier Zander, Steaks, Schnitzel, Jägerpfanne – und natürlich eine Vielzahl an Beilagen und Gemüse.

   

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