Beetzendorf l Nicht nur in der Natur erwachen die Frühlingsgefühle, offenbar hat auch unter den Menschen manch einer seine überschüssige Energie nicht im Griff. Die rohe Gewalt bekam einmal mehr die Freilichtbühne im Beetzendorfer Park zu spüren, die in den vergangenen Tagen von Randalierern heimgesucht wurde. Sie machten sich vor allem am Orchestergraben zu schaffen, aus deren Umrandung mehrere Steine herausgebrochen wurden.

Auch Graffiti-Sprayer trieben an dem alten Gemäuer ihr Unwesen. Wie schon im vergangenen Jahr besprühten sie die Backsteine mit Farbe und Inschriften. "Es sieht an der Freilichtbühne zum Erbarmen aus", zeigte sich Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch angesichts des neuerlichen Vandalismus gegenüber der Volksstimme entsetzt.

Wer für die Schäden verantwortlich ist, ist unklar. Augenzeugen berichteten in den vergangenen Wochen mehrfach von abgestellten Autos in der Nähe der Freilichtbühne. Jugendliche sollen sich dort desöfteren abends aufhalten.

Der Bürgermeister bittet die Bevölkerung angesichts der wiederholten Randale um Mithilfe. "Es geht nicht darum, sich mit den Leuten, die dort gesichtet werden, anzulegen. Das Aufschreiben der Autokennzeichen und eine Meldung an die Gemeinde genügt schon", meinte Heinrich Schmauch. Es bedürfe erhöhter Aufmerksamkeit der Bürger, um die mutmaßlichen Täter dingfest zu machen und weiteren Vandalismus verhindern zu helfen.

Dass die Beetzendorfer achtsam sind, was in ihrem Ort geschieht, habe sich bei den Baumfällungen gezeigt. "Warum soll das nicht auch in diesem Fall funktionieren? Ich würde mir jedenfalls wünschen, dass auch hier genauer hingesehen wird", redet der Ortschef seinen Bürgern ins Gewissen.

Schmauch versprach zudem, das Gelände rund um die Freilichtbühne spätestens zu den Caritas-Festspielen wieder in Ordnung zu bringen. Die finden im Mai im Beetzendorfer Park statt.