Illegale Müllablagerungen sind leider immer wieder in Wald und Flur zu entdecken. Doch der Umweltfrevel, den sich Unbekannte an der ehemaligen Bauschuttdeponie bei Rohrberg erlaubt haben, ist schon ein starkes Stück. Alte Tanks mit Heizölrückständen wurden einfach mitten in der Natur entsorgt.

Rohrberg. Wen der Winterspaziergang an der ehemaligen Bauschuttdeponie bei Rohrberg vorbeigeführt hat, der wird ihn schon bemerkt haben: den großen Müllhaufen vor dem Eingangstor des abgezäunten Geländes. Doch es ist nicht normaler Unrat aus dem Haushalt, der hier von einigen Unbelehrbaren abgekippt wurde, sondern hochproblematischer Sondermüll. Neben einigen Rohrleitungen und Verbindern liegen dort nämlich auch alte Heizöltanks aus Kunststoff, die vor der Ablagerung zerschnitten wurden. "Die Innenseiten sind noch mit Ölrückständen behaftet, was auch zu riechen ist", berichtete Rohrbergs Bürgermeister Bernd Schulz, der sich am Dienstag selbst ein Bild von dem Müllhaufen machte, nachdem ihn ein Einwohner über die illegale Ablagerung informiert hatte.

Schulz reagierte sofort, machte Fotos und informierte den Altmarkkreis Salzwedel. "Dort wurde mir mitgeteilt, dass ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet wird", erklärte der Rohrberger Ortschef. Um den Täter zu ermitteln, setzt Bernd Schulz auch auf die Mithilfe der Bevölkerung. Wer die Ablagerung beobachtet hat oder Hinweise zu deren Verursacher und der Herkunft der entsorgten Geräte machen kann, sollte sich in der Gemeindeverwaltung, Telefon (03 90 00) 3 22, oder beim Bürgermeister direkt, Telefon (01 70) 8 00 59 25, melden.

Nach der Abfallverzeichnisverordnung werden Kunststoffteile, die durch gefährliche Stoffe (und zu denen zählt Heizöl) verunreinigt sind, als besonders überwachungsbedürftige Abfälle ("Sonderabfall") deklariert. Dieser darf nicht mit dem normalen Müll und schon gar nicht mitten in der Natur entsorgt, sondern muss in der dafür vorgesehenen Sammelstelle abgegeben werden. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen.