Jetzt sind Sie an der Reihe! Seit Mitte September hat die Klötzer Volksstimme "Helden von nebenan" vorgestellt. 17 Frauen und Männer sind nun die Kandidaten für den Titel "Held von nebenan 2010". Wer diesen tragen wird, ist die Entscheidung der Volksstimme-Leser. Wer hat Sie besonders beeindruckt? Wessen Engagement halte Sie für besonders wertvoll? Wer zeigt aus Ihrer Sicht besonders viel Einsatz? Sie können sich von Ihren persönlichen Antworten auf solche und ähnliche Fragen bei Ihrer Entscheidung leiten lassen.

Klötze. Die Welt, wie wir sie kennen, wird nicht allein durch Technik und Geld zusammengehalten. Vielmehr sind es die Beziehungen zwischen den Menschen, die das Leben eines jeden von uns oft erst lebenswert machen. Zu dieser Zwischenmenschlichkeit zählt aber nicht allein die Liebe zwischen den einzelnen und die Zuneigung und das Füreinandereinstehen innerhalb einer Familie.

Vielmehr sorgt auch das ehrenamtliche Engagement für andere Menschen für Wärme in der Gesellschaft. Seit Mitte September hat die Klötzer Lokalredaktion der Volksstimme insgesamt 17 Menschen – darunter zwei Paare, die gemeinschaftlich agieren – zum Wochenende vorgestellt. Sie alle stehen stellvertretend für die Vielfältigkeit, in der sich Menschen in der westlichen Altmark einbringen – sei es in einem Sportverein oder in einer Sportgruppe, sei es in der Kirche, in der Seniorengruppe oder als Helfer für andere Menschen.

30, 20 und 10 Euro werden verlost

Oft wollen diese Menschen im Stillen wirken: Sie möchten gar nicht, dass ihr Tun in der breiten Öffentlichkeit bekannt wird. Doch bei aller Bescheidenheit: Es lohnt sich, über gute Taten zu berichten. Denn jene, die sich engagieren, können nicht zuletzt als Vorbild dienen für andere Menschen, es ihnen gleichzutun.

<6>All jene Frauen und Männer, die im Rahmen der Serie "Unser Held von nebenan" in den vergangenen Wochen vorgestellt worden sind, investieren zwar viel Zeit und Arbeit in ihren Einsatz zum Wohle anderer Menschen, sie zeigen aber auch, dass man Erfüllung finden kann in der Ehrenamtlichkeit.

<7>Liebe Leserinnen und Leser, in der unten stehenden Zusammenfassung stellen wir Ihnen alle Kandidaten für den "Helden von nebenan 2010" noch einmal kurz in alphabetischer Reihenfolge vor. Derjenige, der am Ende die meisten Stimmen von Volksstimme-Lesern auf sich vereinigen kann, erhält einen Preis. Treffen Sie bitte Ihre Wahl und gewinnen Sie dabei auch selbst einen von drei Geldpreisen: 30, 20 und 10 Euro werden unter allen Einsendern verlost.

<8>Nutzen Sie am besten für Ihre Teilnahme den obenstehenden Coupon und kreuzen Sie dort einfach einen Vorschlag an. Senden Sie den ausgefüllten Coupon bis zum 22. Januar an die Lokalredaktion der Klötzer Volksstimme. Sie können unter dem Betreff "Unser Held von nebenan 2010" aber auch auf elektronischem Wege teilnehmen, indem Sie an die Adresse redaktion.kloetze@volksstimme.de eine E-Mail mit dem Namen Ihres Favoriten und Ihrem eigenen Namen und Ihrer Telefonnummer schicken.

<9>Die Verlosung der Geldpreise unter den Teilnehmern an dieser Abstimmung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

<10>Das sind die Kandidaten für das Jahr 2010

<11>Thorsten Abrokat (im Bild mit seinen Töchtern Julia und Josefin zu sehen) kämpft für die Familien: Der Hohenhenninger ist Vorsitzender der Elternvertretung in der Kindertagesstätte Lockstedt. Über die Grenzen der Ortschaft hinweg hat er von sich Reden gemacht, als er als Vertreter des Kuratoriums der Stadt Klötze gegen Gebührenerhöhungen Stellung bezog und Kompromisse im Sinne der Familien erzielte.

<12>Seit 38 Jahren ist Elfriede Bein in der Klötzer Gymnastikgruppe aktiv. Doch nicht allein als Trainerin für die Sportlerinnen im Alter von 40 bis 75 Jahren zeigt die gelernte Physiotherapeutin Engagement und Können. Zudem betreut sie die Osteoporose- und die Seniorengruppe der Familienbildungsstätte.

Wenn von Kunrau die Rede ist, dann ist auch oft von Dora und Erich Fischbeck die Rede. Sie leitet beispielsweise einen Handarbeitskreis, er steht dem Seniorenverein vor und organisiert Radtouren. Zudem ist jedes Jahr die Sammlung für die Rumänienhilfe, bei der Unterstützung für notleidende Menschen in dem südosteuropäischen Land geleistet wird, ohne den Einsatz der Fischbecks kaum denkbar.

Gunhilde Frank ist die gute Seele in den Oebsifelder Sportstätten: Zunächst im Rahmen eines Arbeitsbeschaffungprojektes, seit langem aber ehrenamtlich neben dem Rentnerdasein packt sie bis heute mit zu, bereitet Veranstaltungen vor und nach und versorgt die Gäste und Sportler mit Cola, Brötchen und Bockwürsten.

Anika Heimbockel steht ihre Frau unter vielen Männern: Sie ist das einzige weibliche Wesen unter den Feuerwehrleuten im aktiven Dienst der Klötzer Feuerwehr. Die Bankkauffrau lobt das Klima und die Kameradschaftlichkeit in der Truppe.

"Ich liebe Kinder", sagt Solveig Holle, die engagierte Voltigiertrainerin des Reit- und Fahrvereins Klötze. Drei Kindergruppen trainiert sie derzeit. Das bedeutet: Dreimal kommt die Sachauerin mindestens pro Woche nach Klötze. Und kurz vor Wettkämpfen setzt sie darüber hinaus Extra-Trainingsstunden an.

Karneval bedeutet Frohsinn. Und: Karneval bedeutet beharrliches Training. Denn damit die Choreographien wie gewünscht über die Bühne gehen, muss viel geübt werden. Energie, Zeit und Geduld investieren Andreas und Sandra Kipp in den Nachwuchs des Klötzer Karnevalsvereins: Sie trainieren die Jungen und Mädchen im Kreise der Narren. Unterstützt werden sie dabei – wie viele andere "Helden von nebenan" auch – von weiteren Ehrenamtlern.

Hilfe für Mädchen und Jungen, die Schwierigkeiten haben, das Lesen zu lernen, bietet Karin Kunzmann. Sie ist ehrenamtliche Lesepatin an der Zinnbergschule. In ihrer individuellen Betreuung geht es nicht allein darum, dass die jungen Leute die Fertigkeit des Lesens erwerben, es geht auch um das Überwinden von Angst und um die Steigerung des Selbstwertgefühls für Menschen, die sonst oft in eine Außenseiterrolle abgedrängt werden.

Oftmals scheint der Freizeitsport im Gegensatz zu Leistungssport und Ligabetrieb ein wenig unter den Tisch zu fallen. Dass dies beim VfB Klötze nicht der Fall ist, daran hat Franz Kuttelwascher wesentlichen Anteil: Seit Jahren engagiert er sich für den Freizeitsport. Besonders angetan hat es ihm das Fußballspiel. Jeden Freitag trifft er sich mit 20 jungen Leuten und vermittelt den Freizeitsportlern das Know how rund ums Kicken.

Martina Lenzke ist eine jener Frauen, ohne die das Leben der Kirche vor Ort nur halb so reichhaltig wäre. Vor Ort, das heißt in ihrem Falle in Neuferchau. Sie kümmert sich um Jugendarbeit in der Gemeinde und trägt maßgeblich zum Gelingen des Adventssingens und des Krippenspiels bei. Daneben ist sie beispielsweise im Karnevalsverein und in der Seniorentanzgruppe aktiv.

Detlef Merten hat seine Freizeitfußballmannschaft in Klötze selbst gegründet: Der Vater zweier Kinder hat ehrenamtlich das Team "East-Area" aus der Taufe gehoben. Sonntags wird trainiert – und für 2011 hat er sich ein neues ehrgeiziges Ziel gesteckt: Er möchte ein großes Turnier für Freizeitmannschaften auf die Beine stellen.

Schwimmgruppe, Sitzgymnastik, Plattdeutsch-Gruppe, Handarbeit und Brettspiele – die Seniorenarbeit des VfB ist vorbildlich. Und sie hängt wesentlich vom Engagement von Margrit Schnüber ab. Denn sie zieht im Hintergrund die Fäden, organisiert die Veranstaltungen. Seit 1992 ist sie in die vielfältigen Aufgaben der Managerin für die Seniorenarbeit hineingewachsen, zunächst hauptamtlich, längst aber nur in geringfügiger Beschäftigung. Und dies, obwohl bei Margrit Schnüber schnell einmal eine 40-Stunden-Woche an Arbeitszeit zusammenkommt.

88 Jahre ist Irmgard Schulze alt. Und doch ist die Klötzerin bis heute selbst aktiv – so im Tanzkreis und im Kleingarten. Vielmehr leitet sie aber auch eine Gruppe für Seniorengymnastik und eine Gruppe für Sitzgymnastik beim VfB Klötze. Und sie hilft mit, wenn in der Alten Feuerwache, dem Seniorentreff des Sportvereins, wieder eine Veranstaltung vor- oder nachzubereiten ist.

Edith Thiel ist die gute Seele der katholischen Gemeinde in Klötze. Wann immer es Zusammenkünfte und Gottesdienste gibt – Edith Thiel ist vorher da, richtet den Altar her, bringt Blumen und frisch gewaschene Wäsche mit. Zudem hat sie zum 80. Gründungstag der Gemeinde einiges über deren Geschichte aufgeschrieben.

Rüdiger Wührl ist Stadtwehrleiter – und damit ist er der oberste Feuerwehrmann in Klötze. Dass er Sachgebietsleiter im Brandschutz des Altmarkkreises ist, kommt seiner ehrenamtlichen Arbeit zu Gute. Als eine der wichtigsten Aufgaben für sich sieht er es, die Zusammenarbeit unter den einzelnen Ortswehren voranzubringen und Feuerwehrarbeit und Katstrophenschutz in der Einheitsgemeinde fit für die Zukunft zu machen.(ri)

   

Bilder