Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Städtepartnerschaft des Oebisfelder Ortschaftsrates trafen sich am Donnerstagabend, um Ideen zu sammeln, wie die Partnerschaft in diesem und den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll. Die Vorhaben sollen nun mit den polnischen Partnern besprochen werden.

Oebisfelde. "Bürgermeister Jan Rogowski hat uns eine Weihnachtskarte geschickt, lässt alle herzlich grüßen und wünscht uns und unserer Stadt ein erfolgreiches Jahr 2011". Mit dieser Nachricht wartete Bürgermeisterin Silke Wolf zu Beginn des Treffens der Arbeitsgruppe Städtepartnerschaft auf. Auch sie habe im Namen der Stadt Oebisfelde-Weferlingen eine Karte verschickt, was zeitlich parallel gelaufen sei.

Der neueste Stand aus der Partnerstadt sei der, dass die Lidzbarker dabei seien, über die zuständige Wojewodschaft eine Lokale Arbeitsgruppe (LAG) zu gründen. Das sei die Voraussetzung dafür, künftig gemeinsame LAG-Projekte in Angriff zu nehmen. "Das hat den Vorteil, dass für ein solches gemeinsames Projekt, bei dem in beiden Städten praktisch das Gleiche angeschoben wird, die Höchstförderung möglich wäre", erklärten Silke Wolf und die Leiterin der Arbeitsgruppe, Bogumila Jacksch. Nun sei es also notwendig darüber nachzudenken, welche Projekte das sein könnten.

Des Weiteren muss in den nächsten Wochen der Zeitplan festgelegt werden für gegenseitige Besuche in diesem Jahr. "Die Weddendorfer Angler haben Interesse bekundet nach Lidzbark zu fahren und auch der Wassensdorfer Frauenchor hat dort sein Kommen schon angekündigt", erklärte Jacksch. Außerdem, darüber waren sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe ganz schnell einig, sollen auch die Kinder und Jugendlichen mehr in die Städtepartnerschaft einbezogen werden. "Wir sollten einen Jugendaustausch ins Leben rufen, ähnlich wie das über den Naturpark Drömling bereits läuft. Das ist im vergangenen Jahr ein Gewinn für alle Beteiligten gewesen", so Jacksch. Für die Schulen sollen nun Informationen und Aushänge zu diesem Thema vorbereitet werden, um zu erfragen, wer Interesse hat, nach Polen zu fahren und polnische Kinder und Jugendliche zu Hause als Feriengast aufzunehmen. So könnten gleichzeitig die Bürger der Stadt mehr in die Partnerschaft mit einbezogen werden.

Des Weiteren wurde die Idee diskutiert, künftig für Arbeiten, "für die es hier in der Region schon schwierig ist überhaupt jemanden zu finden, der sich an den Ausschreibungen beteiligt", so Wolf, auch bei polnischen Firmen anzufragen. Speziell ging es dabei um Arbeiten, die künftig an der Burg eventuell noch nötig werden. "Es gibt in Polen hervorragende Restorateure, Steinmetze, Stukkateure. Die kennen sich aus mit historischen Bauten", so Wolf. Da im Mai die Einschränkungen auf dem Arbeitsmarkt wegfallen, könnte geklärt werden, ob polnische Firmen aus der Region der Partnerstadt sich auch an Ausschreibungen beteiligen dürfen. "Die Arbeiten sind erwiesenermaßen hervorragend, und das zu bezahlbaren Preisen", so Wolf.

Eine weitere Idee war es, am künftigen Seniorenzentrum nicht nur einen Stein mit dem Lidzbarker Wappen, sondern auch einen mit dem der Weferlinger Partnerstadt aus Bulgarien, Svilengrad, aufzustellen. Gleiches gelte auch für das neue Haus der Generationen in Weferlingen.