Über die glanzvollen sportlichen Erfolge und den inneren festen Zusammenhalt des Kreisschützenverbandes (KSV) Altmark West ziehen immer mehr dunkle Wolken auf. Die Mitgliederzahlen nahmen auch 2013 weiter um 52 auf 1070 Schützen ab. Vorsitzender Rainer Krümmel fordert Taten.

Klötze l Dieser negativen Entwicklung gilt es in der allernächster Zukunft entgegen zu wirken. Mit aller Anstrengung, gemeinsam und sofort, forderte Krümmel im Verlauf der Jahreshauptversammlung im Saal des Klötzer Gästehauses Karin die Delgierten auf, in den Gilden und Schützenvereinen im KSV-Verbund die Schützentradition wieder lebendiger werden zu lassen.

"Wir fordern die Vereine auf, das Königsschießen nie aufzugeben."

Der Vorsitzende sparte nicht mit kritischen Worten. Solche attraktiven Wettkämpfe wie das Kreisdamenpokalschießen, das dieses Jahr am 7. September in Vahrholz stattfindet, oder der Damenrosenpokal hätten mehr Teilnehmer verdient. Nicht verstehen konnte Krümmel, dass zum wichtigsten Wettbewerb im Schützenjahr, dem Königsschießen, im Finale nur 66 Teilnehmer aus elf Vereinen angetreten sind. Krümmel: "Das Königsschießen ist eine Tradition seit Urzeiten, daher müssen wir es uns erhalten. Wir fordern die Vereine auf, das Königsschießen nie aufzugeben. Wir sind der jahrhundertealten Tradition verpflichtet."

Wenn es diese Entwicklung nicht geben würde, hätte der Kreisschützenverband ein leichtes wie erfolgreiches Vereinsleben. Der Verband ist in der Breite gut aufgestellt. Insbesondere in der Leistungsspitze gehören KSV-Schützen, wie die Aushängeschilder Sybille Loose und Cornelia Niebel der Kalber Schützengilde, zu den Top-Sportlern des bundesdeutschen Schießsports und besonders auf Landesebene. Einen eindrucksvollen Überblick über die von vielen Erfolgen gekrönten Leistungen gab zudem Kreisschießsportleiter Klaus Gerecke. Und die seit einem Jahr im Amt wirkende Kreisjugendleiterin, Stephanie Neuber, berichtete ebenfalls über Aktivitäten von 20 bis 30 Kindern, die sich regelmäßig für den Schießsport begeistern können.

Dass niemand in der Öffentlichkeit Angst haben müsse, dass Schützen in den Vereinen des Kreisschützenverbandes leichtfertig mit Sportwaffen und Munition umgehen, oder Schießanlagen nicht sicher sein könnten, das stellte Landrat Michael Ziche mit seinen Grußworten ins rechte Licht.

"Derzeit sind alle 24 Schießanlagen im Altmarkkreis sicher."

Der Landrat betonte, dass seit dem Jahr 2010 insgesamt 129 Kontrollen bei Sportschützen erfolgt sind. Daraus resultierten lediglich eine Verwarnung, ein Bußgeld und in einem Fall eine Sicherstellung. Auch wurden Schießsportstätten turnusmäßig im vergangenen Jahr überprüft. "Derzeit sind alle 24 Anlagen im Altmarkkreis sicher. Besonders positive Eindrücke haben dabei die Schießanlagen in Gardelegen, Steinitz und Quarnebeck hinterlassen", lobte Ziche.

Der Landrat dankte dem Kreisschützenverband zusätzlich für die Ausrichtung des Landesschützentages 2013 in Salzwedel. Die Hansestadt hätte durch die Vorzeigeveranstaltung eine glanzvolle Außenwirkung erhalten. Landrat Ziche bezeichnete die Schützengilden und -vereine am Sonnabend in Klötze als sportliche Botschafter und vorbildliche Ehrenamtler. Solch eine Aktive ist auch Schatzmeisterin Barbara Matyla. Sie legte erneut einen einwandfreien Kassenbericht vor. Einnahmen in Höhe von 29284 Euro stehen Ausgaben in Höhe von 27283 Euro entgegen. Damit bleibt der Kreisschützenverband Altmark West weiterhin finanziell unabhängig. Das kann beispielsweise der Landesverband nicht von sich behaupten, stellte Vorsitzender Krümmel fest.

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