Auf das Feuerwehrfest am 28. und 29. Juni dürfen die Ristedter Einwohner schon gespannt sein. Ein beispielgebender Vorgeschmack dafür war Sonnabend die Jahreshauptversammlung mit einem Kameradschaftabend, an dem Vertreter der Vereine erste Gratulationen aussprachen.

Ristedt l Sowohl der Dirigent des Gemischten Chores Ristedt, Wilfried Drebenstedt, als auch der stellvertretende Vorsitzende des Schützenvereins Ristedt, Henry Meyer, sprachen von einer gedeihlichen Gemeinschaft, einem funktionierenden Miteinander der Vereinigungen im Dorf. Beide Repräsentanten übergaben zudem Geldpräsente.

Dass auf die Einsatzkräfte der Ristedter Wehr auch im vergangenen Jahr Verlass war, davon berichtete Ortswehrleiter Andreas Gerke in seinem Jahresrückblick im Versammlungsraum der Agrargemeinschaft: Die insgesamt 54 Feuerwehrleute haben 1713 Stunden Dienst für den Brandschutz und die Gefahrenabwehr geleistet. Dabei galt es im April einen Flächenbrand mit Unterstützung von Kräften aus Klötze und Immekath zu löschen.

Einsatzbereitschaft über das normale Maß hinaus

Die größte Anstrengung der vergangenen Jahre war allerdings der Einsatz zur Hochwasserabwehr im vergangenen Juni an der Elbe. Gleich zehn Einsatzkräfte konnte Wehrleiter Gerke binnen zwei Stunden nach einem Anruf aus dem Klötzer Ordnungsamt aufbieten. Die Hälfte von ihnen fuhr dann zwei Tage später zum Einsatz. Die andere Hälfte blieb als Ablösung in Bereitschaft. Für diese über das normale Maß der Einsatzbereitschaft hinaus gehende Leistung dankte auch Bürgermeister Matthias Mann den Ristedter Freiwilligen. Er überreichte Fluthelfer-Ehrennadeln mit den entsprechenden Verleihungsurkunden als Dank der Landesregierung und dankte im Namen des Stadtrates für diesen Leistungsbeweis. Zudem überreichte Mann einen ersten Knisterumschlag für diesen Auftakt der 90-Jahr-Feierlichkeiten.

Die Feuerwehr Ristedt sei zwar eine kleine Gemeinschaft, die aber seit je her eine wehrhafte Kameradschaft pflege, kamen lobende Worte von Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Beckmann. Die Gemeinschaft der Ortsfeuerwehr habe insbesondere während der Wende bewiesen, dass die Sicherheit von Hab und Gut gegen Feuer und andere Gefahren trotz aller Ungewissheit in die Zukunft ihren Bestand hatte.

Langjährige Mitglieder mit Leistungsstufen ausgezeichnet

Die Ristedter Kameraden haben diesen Wandel und auch die Zunahme und die Veränderungen der Einsätze in all den Jahren angenommen und bewältigt, ließ Beckmann das Lob ausklingen und überreichte ebenfalls ein stattliches Sümmchen im Knisterumschlag.

Für ihre langjährigen Verdienste zeichnete Ortswehrleiter Gerke dann Doreen Wels, Cathleen Diebe und Axel Stüwe mit den entsprechenden Leistungsstufen aus. Zum Löschmeister beförderte er Matthias Klopp.

Bevor der Kameradschaftsabend mit Tanz beginnen konnte, informierte Wehrleiter Gerke, dass die große Festveranstaltung am 28. und 29. Juni stattfinden wird. Der Sonnabend ist als Familientag mit Schauwettkämpfen, Vorführungen und am Abend mit Tanz geplant. Am Sonntag wird es dann ein geselliges Beisammensein geben. Einige Aktionen seien noch in der Vorbereitung und müssten noch entschieden werden. Aus Anlass des Bestehens will die Wehr T-Shirts drucken lassen, die direkt beim Wehrleiter zu bestellen sind.

 

Bilder