Die Jagdstrecke der Jagdgenossenschaft Quarnebeck ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen, wie auf der Jahreshauptversammlung zu hören war. Positiv wurde dazu angemerkt, dass keine Wildschäden in den großen Maisschlägen zu beklagen waren.

Quarnebeck l Horst Kamieth, Sprecher der Pächtergemeinschaft, hätte gern eine erfolgreichere Strecke für das Jagdjahr 2013/2014 während der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft der Gemarkungen Quarnebeck und Wenze vorgelegt. Doch die Ergebnisse blieben unter den Erwartungen der acht Pächter und 15 Jäger.

"Bedauerlich ist, dass wir wieder keinen Rothirsch zur Strecke gebracht haben", begann Kamieth am Freitagabend im Quarnebecker Saal seine Erläuterung der Strecke. Beim Damwild waren es immerhin noch vier Tiere, darunter ein dreijähriger Damhirsch, ein Damkalb und ein Spießer.

"Im vergangenen Jahr streckten wir noch 57 Rehe und die Kraftfahrer elf."

Mit dem Damhirsch war übrigens das Essen für die rund 65 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung gesichert. Die Zusammenkunft der Jägerschaft und der Grundeigentümer ist in jedem Jahr auch ein gesellschaftlicher Höhepunkt im Ort, zu dem alle Einwohner eingeladen sind, erklärte Harald Schulz, Vorsitzender der Jagdgenossenschaft. Nach altmärkischer Hochzeitssuppe gab es ein schmackhaftes Damhirschgulasch.

Bei seinen Erläuterungen bedauerte es Horst Kamieth aus waidmännischer Sicht, dass nur vier Wildschweine "auf die Schwarte gelegt" wurden, wie der Jäger sagt. "Vor zehn Jahren waren es noch 40 Sauen, die gestreckt wurden. So unbefriedigend das Ergebnis auch ist, ein Vorteil können wir trotzdem verzeichnen: Es gibt keine Wildschäden in den großen Maisschlägen", merkte der Jagdpächter an.

Auch beim Rehwild ist ein Rückgang des Jagdergebnisses zu verzeichnen. 44 Tiere haben die Jäger in der vergangenen Saison zur Strecke gebracht. Kraftfahrer erhöhten das Ergebnis um drei Rehe. "Im vergangenen Jahr streckten wir noch 57 Rehe und die Kraftfahrer elf", erinnerte Kamieth an erfolgreichere Jagdjahre.

Im Bereich Niederwild wurde nur eine Saatgans erlegt. Enten, Fasane, Rebhühner sogar Hasen und Kaninchen wurden von den Jägern kaum gesichtet, geschweige denn zur Strecke gebracht. Mit 13 erlegten Füchsen setzte Kamieth die Aufzählung von Minusrekorden im Jagdrevier Quarnebeck/Wenze fort. Sieben erlegte Dachse, zwei Waschbären und vier Marderhunde, einer davon auf der Straße getötet, vervollständigen die Strecke der Jäger. Horst Kamieth hofft, dass das Jagdjahr 2014/2015 erfolgreicher wird.

Ein Höhepunkt war die Bekanntgabe des "Kaiserlich-Königlich privilegierten Hofjägers". Seit 2001 wird der Titel jährlich dem erfolgreichsten Jäger der sogenannten Diplomatenjagd verliehen, die stets am 28. Dezember mit den Vorstandsmitgliedern der Jagdgenossenschaft als Treiber abgehalten wird.

In diesem Jahr sicherten sich Holger Friedrichs und Manfred Bessing diesen Titel. Beide schossen jeweils ein Reh im Verlauf dieser sogenannten Diplomatenjagd. Ihre Namen zieren die Rückseite der Ehrenscheibe, die einen besonderen Platz im Gemeindesaal Quarnebeck einnimmt.