Beetzendorf (wmo) l Einen Zuschuss für die von den Gemeinden betriebenen Freibäder in Apenburg, Dähre, Diesdorf und Beetzendorf wird es in diesem Jahr aus dem Haushalt der Verbandsgemeinde (VG) nicht geben. Einen entsprechenden Antrag des Einrichtungs- und Sozialausschusses lehnte die Mehrheit des VG-Rates am Mittwochabend in Beetzendorf ab. Lediglich der Apenburger Peter Warlich, die Winterfelderin Ninett Schneider und die Diesdorferin Angelika Scholz enthielten sich der Stimme.

Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch warnte zuvor eindringlich davor, "dieses Fass erneut aufzumachen". Wer dies tue, werde jedes Jahr über Zuschüsse für die Bäder diskutieren müssen. "Wir waren uns doch eigentlich einig, dass wir die Badgeschichte für die Verbandsgemeinde abgeschlossen haben", erinnerte Schmauch. Die 40000 Euro, die als Zuschussvorschlag im Sozialausschuss herumgeisterten, seien im Zweifelsfall besser in Investitionen für die Feuerwehren angelegt.

VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann wies zudem auf Probleme bei der Verteilung eventueller Zuschüsse auf die vier Bäder wegen der unterschiedlichen Voraussetzungen vor Ort hin. "Zudem müssten die Gemeinden, die ein Bad betreiben, quasi mehr Umlage bezahlen, um das Geld für die Bäder wieder zurückzubekommen", meinte sie.

Die beiden Waldbäder in Apenburg und Dähre waren im vergangenen Jahr von der VG an die Gemeinden zurückübertragen worden. Beetzendorf und Diesdorf haben ihre Freibäder dagegen von Anfang an in eigener Trägerschaft behalten.