Klötze/Salzwedel (ri/ta). Mehrfach ist in den vergangenen Tagen der Strom in Teilen der Altmark ausgefallen. Davon betroffen waren Haushalte im Altkreis Klötze auch über mehrere Tage (die Volksstimme berichtete). In diesem Zusammenhang hatte die Sprecherin des regionalen Energieversorgers E.ON Avacon, Corinna Hinkel, gegenüber der Volksstimme gesagt: "Eine solche Situation hatten wir in den vergangenen Jahrzehnten nicht zu bewältigen." Ein besonderes Problem sei es gewesen, mit den Fahrzeugen mit ihren speziellen für die Arbeit an Elektroleitungen konzipierten Plattformen zu den Stellen zu gelangen, an denen beschädigte Leitungen repariert werden mussten. Diese befanden sich oft abseits der Straßen in angesichts der Witterung nur schwer zugänglichen Waldgebieten.

Selbst der verheerende Orkan Kyrill hatte im Jahr 2007 an den Leitungen zur Versorgung einzelner Haushalte und Siedlungen nicht einen solchen Schaden angerichtet, wie die unter der Schneelast zusammenbrechenden Bäume während der vergangenen Tage. Corinna Hinkel: "Damals hatte es vor allem Hochspannungsnetze getroffen."

Volksstimme-Leser hatten indes den Energiekonzern nach langen Stromausfällen kritisiert, zu wenig in die Freihaltung der Stromleitungen zu investieren. Dem widersprach Corinna Hinkel am Sonntag. Es gebe vorgeschriebene Korridore mit einer Breite von zehn Metern zu jeder Seite, die von Bäumen freizuhalten sind. Diese Bestimmungen würden auch eingehalten. Aber manch umgestürzter Baum sei höher als zehn Meter gewesen. "Es war eine Extremsituation", sagte die Unternehmenssprecherin. Gegenüber der Volksstimme äußerte sie zudem die Hoffnung, dass sich die Lage mit einer Tauperiode weiter entspannen werde.