Für landwirtschaftliche Fahrzeuge und Radfahrer ist die Schwarze Brücke im Drömling bei Jahrstedt von unschätzbarem Wert, da es die einzige Möglichkeit weit und breit ist, die Ohre zu überqueren. Doch das Bauwerk ist marode und muss saniert werden.

Jahrstedt l Die sogenannte Schwarze Brücke im Drömling bei Jahrstedt wird saniert. Eigentümer des Objektes ist seit einigen Jahren der Zweckverband Drömling. Die Arbeiten sollen noch in diesem Monat beginnen und im Oktober abgeschlossen werden, wie Geschäftsführer Matthias Kausche im Gespräch mit der Volksstimme informiert.

Beton platzt ab, es gibt Risse, Stahlträger liegen frei

Die Maßnahme ist nötig, weil an dem Bauwerk, das nach Schätzungen von Matthias Kausche in den 1920er oder 1930er Jahren errichtet worden ist, ganz offensichtlich der sprichwörtliche Zahn der Zeit nagt. Der Beton platzt ab, es gibt Risse, "teilweise liegen die Stahlträger frei", weiß Matthias Kausche. Aus Sicherheitsgründen darf die Brücke daher schon seit Längerem nur noch von Fahrzeugen mit einem Maximalgewicht von neun Tonnen befahren werden.

Die Sanierung wird auch deshalb angestrebt, weil die Schwarze Brücke im Norddrömling von enormer Bedeutung ist, wie der Geschäftsführer des Zweckverbandes betont. Und zwar sowohl für den landwirtschaftlichen Verkehr, als auch für den Tourismus. "Sie ist die einzige Möglichkeit weit und breit, um die Ohre zu überqueren. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich erst wieder in Jahrstedt oder in Buchhorst", erläutert Matthias Kausche. Wer etwa von Kaiserwinkel zum nahen Beobachtungsturm will, der muss, wenn er den kürzesten Weg einschlagen möchte, die Route über die Schwarze Brücke wählen.

Die Kosten für die Sanierung beziffert Matthias Kausche auf etwa 100000 Euro. "Die Finanzierung erfolgt über das Leader-Programm aus Restmitteln der alten Förderperiode." Von dem ursprünglich angedachten Ersatzneubau wurde Abstand genommen.

Pflaster für Fahrbahn soll wieder verwendet werden

Die Arbeiten werden umfangreich sein. So müssen die Risse verpresst und verklammert werden. Noch dazu soll der Betonkörper auf Vordermann gebracht werden, sprich abgestrahlt und beschichtet werden. Außerdem müssen die Seitenflügel und die zwei Häuschen, in denen sich einst wohl Messpegel befanden, erneuert und geschlossen werden, damit dort künftig nicht mehr unberechtigt Müll entsorgt werden kann. Des Weiteren sollen die hölzernen Geländer durch welche aus Metall ersetzt werden. Nicht zuletzt wird sich auch der Fahrbahn angenommen, wobei das alte Natursteinpflaster wieder verwendet werden soll, wie Matthias Kausche weiter ausführt. Näheres soll am kommenden Mittwoch bei der Bauanlaufberatung besprochen werden. Die Brücke wird für die Dauer der Arbeiten gesperrt sein.