Die Schwarze Brücke, die das Überqueren der Ohre auf einem unbefestigten Weg zwischen Jahrstedt und Kaiserwinkel ermöglicht, bleibt bis Ende Oktober komplett gesperrt. Die Querung muss umfangreich saniert werden.

Jahrstedt l Die Brücke befindet sich in einem schon von weitem sichtbaren, sanierungsbedürftigen Zustand. Gestern war Bauanlaufberatung. Und wenn alles wie vor Ort besprochen funktioniert, dann kann der Verkehr wieder Ende Oktober über eine fast neue Ohrebrücke rollen, wie die Projektbeauftragte vom Zweckverband Naturschutzprojekt Drömling, Birgit Seelig, informierte. Das Bauvorhaben ist mit 115000 Euro veranschlagt, weiß Planer Günter Walkhoff aus Magdeburg. Die Höhe der Fördergelder steht noch nicht exakt in der Summe fest, wie Seelig ergänzte. Zum größten Teil stammen sie aus dem Leader-Forderprogramm Ländlicher Wegebau.

An der Bauanlaufplanung gestern beteiligten sich zudem die Naturparkverwaltung Drömling, der Unterhaltungsverband Obere Ohre und Aller, die Untere Naturschutzbehörde des Altmarkkreises Salzwedel und ausführende sowie überwachende Firmen.

Der komplette Brückenkörper wird allerdings nicht abgerissen. Die tragenden Teile bleiben erhalten. Abplatzungen und Risse werden abgedichtet und mit speziellen Baustoffen ausgebessert. Die Brücke wird eine komplett neue Deckschicht erhalten. Diese Arbeiten beginnen bereits ab dem 22. April. Kurze Zeit später sind dann auch die auf einer Seite bereits abenteuerlich unsicher anmutenden Geländer verschwunden. Sie werden komplett erneuert. Anschließend erfolgen die Arbeiten an dem Korpus selbst. Diese Arbeiten werden von der ausführenden Firma in Absprache mit dem Unterhaltungsverband und der Bauaufsicht ausgeführt.

Die Komplettsanierung wird insbesondere den landwirtschaftlichen Betrieben einige Sorgen bereiten, meint Matthias Kausche, Geschäftsführer des Zweckverbands Drömling. Mit dem Baubeginn endet die Anfahrt aus Richtung Jahrstedt in einer Sackgasse; gleiches gilt für den Verkehr, der aus Richtung Kaiserwinkel anrollt. Um die Felder zu erreichen, muss eine weitere Anfahrt inkauf genommen werden. Eine Umleitungsempfehlung wird es nicht geben, war auf der Anlaufbesprechung zu erfahren. Allerdings weisen an den direkten Zufahrten in Richtung Schwarze Brücke entsprechende Durchfahrtsverbotsschilder auf die Sperrung hin.

Auf alle Fälle ist die Nutzung von Wegen im Naturschutzgebiet Ohre-Drömling südlich der Brücke ohne Genehmigung streng untersagt, informiert Wolfgang Sender von der Oebisfelder Naturparkverwaltung. Das gilt nicht allein für die Landwirtschaft, auch Wanderer und Radwanderer mit Ortskenntnissen müssen sich an diese Vorgaben halten.

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