Positiv hat sich der Imkerverein Eintracht 1886 Beetzendorf und Umgebung im vergangenen Jahr entwickelt. Zwar gab es einige Todesfälle, doch es konnten auch fünf Neumitglieder gewonnen werden. Und auch mit dem Bienenjahr sind die Imkerfreunde durchaus zufrieden, wie während der Jahreshauptversammlung deutlich wurde.

Beetzendorf. Ein schwieriges Jahr liegt hinter den Mitgliedern des Imkervereins Eintracht 1886 Beetzendorf und Umgebung. Im Juli starb der langjährige Vorsitzende Peter Kasielke, der 24 Jahre lang an der Spitze der Imker stand, im Alter von nur 66 Jahren. Und auch einige andere Todesfälle lichteten die Reihen. Doch es gab auch fünf Neuzugänge, denen der amtierende Vorsitzende Günter Schröder am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung ihre neuen Mitgliedsausweise übergab. Egon Kuhfahl aus Siedengrieben, Herbert Gäde aus Käcklitz, Nico Schulz aus Zethlingen, Klaus Thiele aus Beetzendorf und Hermann Siebert aus Wüllmersen verstärken den Imkerverein, der nunmehr 19 Mitglieder zählt. Diese betreuen insgesamt 99 Bienenvölker.

Das Bienenjahr 2010 bleibe den Imkern vor allem als Schwarmjahr in Erinnerung, berichtete Günter Schröder in seinem Rückblick. Zwar habe der Raps nur mäßige Honigerträge gebracht, dafür seien die Bienen schnell ins Schwärmen gekommen. "Vor allem starke Völker waren kaum zu halten", erzählte der Apenburger. Die Robinienblüte sei weitgehend dem Frost zum Opfer gefallen, dafür hielten sich die Honigsammler im Sommer vor allem an der Kornblume schadlos. "Sie war diesmal die Haupttracht für die Imker, fast so wie früher", so Schröder.

Im Frühjahr habe man einige Verluste durch die Varroa-Milbe zu verzeichnen gehabt. "Aber die Ausfälle waren nicht so massiv, dass die Völker nicht wieder auf die Beine gekommen wären. Bis zur Rapstracht hatten sie sich wieder einigermaßen erholt", berichtete der amtierende Imkerchef. Vom Befall seien vor allem die Altvölker betroffen gewesen, neugebildete Völker kämen mit dem Schädling dagegen besser klar. "Es bewahrheitet sich damit wieder die alte Regel, dass die Ableger die Rennpferde der nächsten Saison sind", betonte Günter Schröder.

Mildes Wetter lockert die Wintertraube

Der frühe und massive Wintereinbruch hat den Bienen nach ersten Einschätzungen nicht geschadet. Inzwischen habe das milde Wetter sogar dazu geführt, dass sich die Wintertraube, zu der sich die Bienenvölker bei Kälte zusammenziehen, gelockert hat und die ersten Tiere schon kleine Brutnester anlegen. "Einen Flugtag hatten wir aber noch nicht", schränkte Schröder ein.

Hoffnung hat der Apenburger aber auch für den Raps, der durch die wochenlang schneebedeckten Felder in seiner Entwicklung noch zurück ist. "Wie es jetzt aussieht, wird er wohl im Frühjahr diesmal nicht so zeitig blühen", so Schröder. Ein Vorteil für die Bienen, die erst bei Temperaturen von zwölf Grad und mehr zum Honigsammeln ausfliegen.

Doch bis es so weit ist, haben die Beetzendorfer Imker noch jede Menge Winterarbeit zu erledigen. Sie schmelzen Wachs ein, reparieren ihre Bienenwagen, Kästen und Gerätschaften und bauen Rähmchen für ihre Beuten.