Hohentramm l Einen passenden Termin für die alljährliche Müllsammlung in der Gemarkung Hohentramm zu finden, an dem möglichst viele Einwohner mitwirken können, war in diesem Jahr gar nicht so einfach. Und so blieb als letztes mögliches Datum der Karfreitag übrig. Abhalten ließen sich die Hohentrammer davon allerdings keineswegs und gingen auch am Feiertag auf Tour.

Organisiert vom Traditionsverein des Dorfes und der Jägerschaft suchten 15 freiwillige Helfer in drei Gruppen zwei Stunden lang die Wege in Richtung Stapen und Apenburg-Nord nach Unrat ab. Auch am Verlobungseck und in Richtung Kiebitzberg wurden die Sammler fündig. Drei riesige Säcke, sogenannte Big Bags, waren schnell gefüllt.

Was in den zwei Stunden alles zusammenkam, erstaunte die Helfer einmal mehr. "Alte Batterien, Autoteile, sanitäre Anlagen, alte Matratzen und Windeln waren darunter", berichtete Norman Schulz. Aber auch jede Menge Plastikmüll wie Trinkbecher, die offenbar achtlos aus dem fahrenden Auto in die Natur geworfen wurden. "Nur Flaschen haben wir in diesem Jahr weniger gefunden wie sonst", konstatierte Schulz.

Der Unrat wird jetzt von einer Fachfirma ordnungsgemäß entsorgt. Im weiten Umkreis sind die Hohentrammer die Einzigen, die einen solchen Frühjahrsputz in ihrer Gemarkung durchführen - und das schon seit Jahren. Nur in Ahlum gibt es eine ähnliche Aktion, auch hier organisiert von der Dorfgemeinschaft und der Jägerschaft (Volksstimme berichtete).