Oebisfelde-Weferlingen l Mit der Umrüstung auf moderne LED-Lampen hat die Stadt Oebisfelde-Weferlingen am vergangenen Freitag offiziell begonnen. Einheitsgemeinde-Bürgermeisterin Silke Wolf unterzeichnete einen Vertrag mit Avacon. Der Energiedienstleister wird in den kommenden Wochen rund 800 der insgesamt 2614 Lichtpunkte in der Einheitsgemeinde mit den modernen Leuchten ausrüsten.

Bei einem Besuch von Avacon-Betriebsleiter Holger Lange und Avacon-Fachplanerin Maria Knopf wurde an der Promenade in Oebisfelde symbolisch der erste Leuchtenkopf ausgetauscht. Begonnen werde mit der Umrüstung aber nicht zwangsläufig in der Allerstadt. So erklärte Wolfgang Kunkel, Elektromeister bei Avacon: "Wir werden im Nord-und im Südbereich gleichzeitig beginnen. Die Leuchtenköpfe werden nach und nach geliefert und je nachdem, welche Anzahl jeweils bei uns ankommt, entscheiden wir spontan, wo die Leuchten installiert werden." In ein paar Wochen, so bestätigte auch Ordnungsamtsleiter Detlef Meyer, werden die 800 Leuchtenköpfe dann vollständig ausgetauscht sein.

Zunächst werden in der gesamten Einheitsgemeinde jene Leuchten ausgetauscht, die am ältesten und ineffizientesten sind. "Teilweise werden die Leuchten noch mit Quecksilberdampfhochdrucklampen betrieben", erklärte Maria Knopf. "Wir ersetzen alte Lampen durch moderne und neueste Beleuchtungstechnik. Dadurch wird der Energieverbrauch bei gleichbleibendem Beleuchtungsniveau erheblich gesenkt", so die Fachplanerin.

"So sparen wir nicht nur über 100000 Kilowattstunden pro Jahr an Energie ein, was rund 40 Prozent unserer Energiekosten entspricht", so Bürgermeisterin Silke Wolf. "Wir tun auch etwas für die Umwelt. Wir werden durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung etwa 47 Tonnen Kohlendioxidausstoß pro Jahr vermeiden."

Störungen können direkt bei Avacon gemeldet werden

Das Investitionsvolumen für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung beläuft sich auf rund 433000 Euro, von denen 20 Prozent über Fördermittel des Bundesumweltministeriums finanziert werden. Nötig ist die Maßnahme nicht nur, weil die alten Leuchten ineffizient geworden sind, sondern vor allem, weil sie bald nicht mehr erlaubt sind. "Die derzeit noch in vielen Kommunen recht verbreiteten Quecksilberdampflampen werden im Jahr 2015 mit ihrer CE-Kennzeichnung auch ihre Handelszulassung verlieren. Diese Lampentechnik wird derzeit vorwiegend durch Natriumdampf- und LED-Lampen ersetzt", erklärte Detlef Meyer.

Der Vertrag mit Avacon ist auf 10 Jahre angelegt. Er umfasst nicht nur die zeitnahe Umrüstung der alten auf die neue Straßenbeleuchtung, sondern auch die Wartung und Instandsetzung aller Lichtpunkte in der Einheitsgemeinde. Zwei Jahre lang hatten beide Vertragspartner warten müssen, bis die Vereinbarung von den zuständigen Behörden genehmigt worden war.

In der Regel werden nur die Leuchtenköpfe der Straßenlaternen ausgetauscht, die Masten bleiben stehen und können weiterverwendet werden. Die alten Leuchtenköpfe werden von der Avacon fachgerecht entsorgt. Neben Effizienz und größerer Umweltfreundlichkeit wird die LED-Umstellung einen weiteren erfreulichen Nebeneffekt haben. "Wo LED-Leuchten installiert sind, kann wieder jede Straßenlaterne brennen", so Detlef Meyer. Einem früheren Stadtratsbeschluss nach ist derzeit in der gesamten Einheitsgemeinde jede zweite Straßenlampe ausgeschaltet.

Ab 1. Mai können fehlerhafte Beleuchtungsanlagen im Gebiet der Stadt Oebisfelde-Weferlingen von den Bürgern direkt bei der Avacon gemeldet werden. Die Störmeldestelle ist unter der kostenlosen Telefonnummer 0800/0282266 erreichbar.