Fast 24 Jahre lang hat Elke Kruse den Rohrberger Seniorenverein geführt. Am Mittwochnachmittag legte die engagierte Rohrbergerin nun ihr Amt in jüngere Hände. Gudrun Willer wird die Geschicke der Senioren künftig leiten und kann sich dabei neben bewährten Kräften auch auf einige weitere Neulinge im Vorstand stützen.

Rohrberg. Bereits bei der Vorstandsneuwahl im vergangenen Jahr hatte Elke Kruse unmissverständlich klargemacht, dass dies ihre letzte Wahlperiode als Vorsitzende des Rohrberger Seniorenvereins sein wird. Am Mittwochnachmittag, beim ersten Treffen der Senioren im neuen Jahr, hat die Rohrbergerin nun ihre Ankündigung wahr gemacht. Kruse, die seit dem 1. Februar 1987 an der Spitze der Senioren stand, trat nicht wieder für den Vorstand an. Mit ihr erklärten auch Günther Otto, Hans-Werner Brost und Renate Schiffner ihren Verzicht auf eine Wiederwahl. "Jetzt müssen mal die Jüngeren ran", meinte Otto.

Und die ließen sich nicht lange bitten. "Ich bin froh, dass wir genügend Kandidaten gefunden haben, so dass die Arbeit des Vereins weitergehen kann", freute sich Elke Kruse über die Bereitschaft der drei neuen Mitglieder Gudrun Willer, Michael Oertwig und Rosemarie Berg, neben den wieder kandidierenden Anna- Maria Gose, Hildegard Schulz und Helga Stürzel für den Vorstand zur Verfügung zu stehen.

"Das wird ein schweres Erbe für mich"

Bei der anschließenden Wahl bekam Gudrun Willer mit 37 die meisten Stimmen. Sie wird die Senioren künftig als Vorsitzende anführen. Ihr zur Seite stehen Rohrbergs Gastwirt Michael Oertwig (31 Stimmen) als Stellvertreter, Anna-Maria Gose (36) als Kassenwartin, Hildegard Schulz (35) als Schriftführerin sowie Helga Stürzel (36) und Rosemarie Berg (33) als Beisitzer.

Die neue Vorsitzende dankte der langjährigen Seniorenchefin Elke Kruse für ihr Engagement. "Sie verlieren eine gute Vorsitzende, die ihre Aufgabe über viele Jahre hervorragend erfüllt hat. Das wird ein sehr schweres Erbe für mich", erklärte Gudrun Willer, die nichtsdestotrotz auch weiterhin auf die Hilfe der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder setzt. "Allein kann man das nicht schaffen, zumal wenn man noch im Berufsleben steckt. Aber Elke Kruse und auch die anderen alten und neuen Vorstandsmitglieder haben mir ihre Unterstützung bereits zugesichert", freute sich die Rohrbergerin.

Willer bat die Senioren um Nachsicht, wenn nicht gleich alles auf Anhieb klappt wie gewohnt. Schließlich müsse die neue Führungsmannschaft erst noch in ihre Aufgabe hineinwachsen. "Und es allen recht zu machen ist sowieso eine Kunst, die niemand kann", meinte die Vorsitzende. Zugleich kündigte sie an, dass es bei dem gewohnten Termin für die regelmäßigen Treffen jeweils am zweiten Mittwoch im Monat auch künftig bleiben wird. In den nächsten Tagen will der neue Vorstand den Veranstaltungsplan für das laufende Jahr festzurren, der dann während der nächsten Zusammenkunft vorgestellt werden soll.

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