Das Areal hinter der Rohrberger Sporthalle ist nicht zuletzt durch die Verlegung des zentralen Spielplatzes hierhin zu einem Anziehungspunkt für die jüngsten Einwohner geworden. Sorge macht allerdings die nahe Stichstraße mit dem Wendehammer.

Rohrberg l Die Verlegung des Rohrberger Spielplatzes auf das Areal hinter der Sporthalle hat sich gelohnt. Der Platz wird von den Jüngsten gut angenommen und fügt sich gut in den vorhandenen Freizeitbereich an dieser Stelle ein, wo sich die Rohrberger nicht nur wie zuletzt am 1. Mai gern treffen. Doch ein Problem gibt es: Unmittelbar am Spielplatz führt die kleine Stichstraße an der Sporthalle vorbei, die in einen Wendehammer mündet. Hier gibt es zwar keinen Durchgangsverkehr, aber immer wieder Auto- und Motorradfahrer, die auf die Tube drücken und ihre Motoren ausprobieren. Erst unmittelbar hinter der Sporthalle ist der Spielplatz von der Straße aus einsehbar. Zu spät, wenn plötzlich ein Kind von dort um die Ecke kommt.

"Wir müssen hier unbedingt etwas tun, damit die Kinder dort nicht vors Auto laufen", brachte Ratsmitglied Holger Robra während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter erneut die Idee ins Gespräch, eine Hecke anzupflanzen, die erst am Wendehammer eine Öffnung zur Straße hin bietet. "Das wäre die beste Lösung", erklärte der Rohrberger.

Die von Bürgermeister Bernd Schulz ins Gespräch gebrachte Variante, das Tempo auf der Stichstraße durch Schikanen zu reduzieren, stieß auf wenig Gegenliebe. "Überall werden solche Dinger abgebaut und wir wollen sie wieder aufbauen, das passt nicht", hieß es. Schulz hatte vorgeschlagen, den mobilen Huckel, der vor einigen Jahren in der Ahlumer Hauptstraße das Tempo drosseln sollte, an der Rohrberger Sporthalle aufzubauen. "Es geht darum, die Leute auszubremsen. Gerade auf diesem kurzen Ende geben die Jugendlichen so richtig Gas", erklärte der Ortschef. Für den Ahlumer Axel Pieper stehen die in seinem Heimatort gemachten Erfahrungen dagegen. "Die Schikane hat nichts gebracht, im Gegenteil: Der Straßenzustand hat sich dadurch nur verschlechtert. An dem Ding werdet ihr in Rohrberg keine Freude haben", warnte er.

Auch eine andere Schikanenlösung wie in der Beetzendorfer Humboldtstraße, wo versetzt stehende Blumenkästen die Autofahrer zum Langsamfahren zwingen, scheidet an der Rohrberger Sporthalle aus. "Das geht nicht, weil dort die Schulbusse nicht durchkommen", meinte Bernd Schulz im Rat. So bleibt wohl nur die Variante mit der Hecke, um die Kinder vor dem Verkehr zu schützen.