Oebisfelde (gri). Eine gute Nachricht konnte Bürgermeisterin Silke Wolf den Mitgliedern des Hauptausschusses der Stadt Oebisfelde-Weferlingen während der Sitzung am Montag überbringen. "Die Fördermittel für das integrative Grundschulzentrum sind uns nun in Aussicht gestellt, und zwar in Höhe von 2,278 Millionen Euro", so die Bürgermeisterin.

Die Fördermittel müssen nicht zurückgezahlt werden und wurden für die Sanierung der Fassade, des Daches und der Fußböden mit Wärmedämmungsmaßnahmen, für die Sanierung der Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation, für den Ausbau der Aula, Maßnahmen des Brandschutzes, die Außenanlagen mit Spielplatz und die Ausstattung gewährt. Die förderfähigen Ausgaben werden zu hundert Prozent gefördert, die Umatzsteuer ist dabei allerdings nicht förderfähig.

Diese Förderung der ländlichen Entwicklung werde im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR) des Landes Sachsen-Anhalt gewährt. Die Finanzierung übernehmen die Europäische Union (EU), der Bund und das Land Sachsen-Anhalt gemeinsam. Die EU-Mittel belaufen sich dabei auf 75 Prozent.

Mit dem Zuwendungsbescheid werden auch die Kostenart und die Gesamtkosten festgeleget. Für das Bauwerk und die Baukonstruktionen sind 1 413 062 Euro veranschlagt, förderfähig sind davon 1 187 447 Euro. 633 637 Euro werden die technischen Anlagen kosten, gefördert werden 532 468 Euro, die Außenanlagen schlagen mit 250 000 Euro zu Buche, von denen 210 084 Euro gefördert werden. Die Baunebenkosten belaufen sich auf 314 200 Euro, förderfähig sind davon 264 033 Euro. 100 000 Euro sind für Ausstattung und Kunstwerke einge- plant worden, 84 033 Euro davon wären förderfähig. Die Bewilligung der Kosten dieser Ausgabe erfolgte allerdings unter aufschiebender Bedingung der Anerkennung der Förderfähigkeit, die von der Abteilung Schule und Kultur des Landesverwaltungsamtes bestätigt werden muss. Diese Anerkennung erfolge nach Vorlage der Ausstattungsliste, heißt es im Zuwendungsbescheid.

Die Vorbereitungen für den Ausbau des alten Oebisfelder Gymnasiums zum integrativen Grundschulzentrum laufen bereits. Um Baufreiheit zu schaffen, wurden bereits erste Klassenräume umgezogen. Die Grundschule nutzte bis zum vergangenen Schuljahr einen Raum auf dem Flur der Sekundarschule. Jetzt wird die dritte Klasse in einem kombinierten Unterrichts- und Hortraum unterrichtet. In den Winterferien soll der Werkraum ausgeräumt werden, um Platz für die Sekundarschüler zu machen, die dann auch teilweise im jetzigen Speiseraum unterrichtet werden. Die Schulspeisung wird während der Bauphase im Anbau des Gymnasiums eingerichtet. Auch zwei Klassen der Sekundarschule sollen dann während der Bauphase in diesem Gebäudebereich unterrichtet werden.