Steimke l Die vierköpfige Familie konnte sich retten. Laut Polizei blieben eine 56-jährige Frau und deren 81-jährige Mutter unverletzt. Beide kamen bei Verwandten unter. Indes mussten ein 60-Jähriger sowie ein 39-Jähriger mit Rauchvergiftungen nach Gifhorn beziehungsweise Gardelegen ins Krankenhaus gebracht werden. Kleiner Trost: Der Familienhund blieb wohl unversehrt.

Gegen 23 Uhr war Alarm ausgelöst worden. Mehr als 40 Kameraden der Feuerwehren aus Klötze, Kunrau, Jahrstedt und Steimke eilten mit 7 Fahrzeugen herbei und bekämpften die Flammen. Ein Übergreifen des Feuers auf Objekte in der Nachbarschaft konnte verhindert werden. Doch das Haus stand im Vollbrand. Es war nichts mehr zu machen. Bis etwa vier Uhr morgens, so berichtete Steimkes Wehrleiter Sebastian Dorendorf, dauerten die Löscharbeiten an. Die Steimker Wehr hielt gestern weiter die Stellung. In regelmäßigen Abständen ging man auf Kontrollgang.

Brandursache unklar, Haus unbewohnbar

Der entstandene Schaden wird auf rund 150000 Euro geschätzt. Die Brandursache, so informierte Polizei-Pressesprecher Frank Semisch auf Volksstimme-Anfrage, ist noch unklar. Die Ermittlungen sollen heute fortgesetzt werden. Das Gelände ist beschlagnahmt, das Haus einsturzgefährdet und unbewohnbar.

Derweil dürfen sich die Betroffenen einer breiten Unterstützung gewiss sein. Steimkes Ortsbürgermeister Horst Wienecke spricht der Familie im Namen aller Einwohner das tief empfundene Mitgefühl aus und wünscht Mut und Kraft für einen Neuanfang. Er ruft die Allgemeinheit zu Sach- und Geldspenden auf. Benötigt würden jegliche Utensilien des täglichen Bedarfs. Diese können täglich zwischen 16 und 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung im Ortsbüro, Steimker Hauptstraße 3, abgegeben werden. Horst Wienecke, der zudem ein Spendenkonto einrichten möchte, ist telefonisch unter 039008/260 oder 0173/9616626 zu erreichen.

Für die Übergangsphase will eine Steimkerin der Familie eine Wohnung anbieten.

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