Durchweg positiv fällt die Bilanz des Ordnungs- und Feuerschutzausschusses aus, der sich am Mittwoch ein letztes Mal vor der Wahl traf. Vor allem die Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde-Wehrleitung wurde gelobt.

Siedengrieben l Nur ein einziges Ziel haben die Mitglieder des Ordnungs- und Feuerschutzausschusses des Verbandsgemeinderates um Haaresbreite verfehlt: innerhalb der Wahlperiode alle mehr als 40 Feuerwehrhäuser in der Verbandsgemeinde (VG) zu besichtigen. Nach der Rundtour am Mittwochabend durch Jeeben, Bandau, Poppau, Stapen und Siedengrieben blieben noch zwei "weiße Flecken" auf der Landkarte. "Lüdelsen und Hanum, da muss der neue Ausschuss hin", meinte VG-Bürgermeisterin Christiane Lüdemann in Siedengrieben.

Ansonsten gab es jedoch ausschließlich lobende Worte für die Arbeit der vergangenen viereinhalb Jahre. Vor allem für den Ausschussvorsitzenden Frank Dietrich, der nicht wieder für den VG-Rat kandidiert. "Du hast die Spritze getragen", bemühte der Beetzendorfer Lothar Köppe ein feuerwehrtypisches Bild für Dietrichs Engagement. Insgesamt habe sich die Bildung des Ausschusses bewährt.

Als großes Plus empfanden die Ausschussmitglieder auch die Bildung einer Verbandsgemeindewehrleitung, bestehend aus VG-Wehrleiter Bert Juschus und acht Stellvertretern, die Ansprechpartner für die Wehren in den einzelnen Mitgliedsgemeinden sind. Dieses Modell, das von Juschus und Beetzendorfs Bürgermeister Heinrich Schmauch einst ins Spiel gebracht wurde, stieß zunächst auf wenig Verständnis bei den Verantwortlichen im Land. "Inzwischen wird es dort als positives Beispiel verkauft", meinte Juschus. Zu Recht, befand auch der Hanumer Wolfgang Schulz. "Denn das hätte Chaos und Hickhack ohne Ende gegeben, wenn 42 Feuerwehrchefs dem VG-Wehrleiter ständig die Bude eingerannt wären", erklärte er.

Ninett Schneider führte die positive Bilanz vor allem darauf zurück, dass Informationen von der Basis ständig direkt mit eingeflossen sind. "Überall wo das der Fall war, wie auch bei Kita-Mobil, kam etwas ordentliches heraus", meinte die Winterfelderin.

Für Bert Juschus war der Feuerschutzausschuss derjenige, der es geschafft hat, die Wehren zusammen mit der VG-Wehrleitung nach der Bildung der Verbandsgemeinde in ein ruhiges Fahrwasser zu füh- ren.

"Es lief von Anfang an gut, eine Chaosphase wie in anderen Gemeinden gab es bei uns nicht", betonte er. Man habe sich trotz manchmal unterschiedlicher Meinungen immer "in der Mitte geeinigt" und konnte anfängliche Bedenken, jetzt würden manchen Feuerwehren Fahrzeuge und Technik weggenommen, schnell zerstreuen.

Auch die Besichtigungen der Feuerwehrhäuser vor Ort haben die Ausschussarbeit befruchtet. So konnten sich die Mitglieder selbst ein Bild machen, wo Mittel zu verteilen sind. "Wir haben hochgerüstete Wehren gesehen und solche, die am unteren Limit arbeiten", bemerkte Werner Serien.

Insgesamt seien die Brandbekämpfer auch dank der guten Arbeit der vergangenen viereinhalb Jahre aber gut aufgestellt, so Frank Dietrich, der sich bei seinen Mitstreitern und dem VG-Wehrleiter bedankte.

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