Böckwitz l Schüler aus Sachsen-Anhalt und aus Niedersachsen sollen einbezogen werden, wenn am 18. November in Böckwitz der 25. Jahrestag der Grenzöffnung gefeiert wird. Um erste Ideen zu entwickeln, wie der Tag gestaltet werden könnte, trafen sich am Mittwoch Vertreter der Stadt Klötze und des Fleckens Brome, von Schulen, des Museumsvereins und Jahrstedts Ortsbürgermeister Uwe Bartels im Backhaus in Böckwitz zu einer ersten Beratung.

"Wir wollen Schülern aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt das Thema der einstigen innerdeutschen Grenze näherbringen", begründete Uwe Bartels, dem dieses Anliegen sehr am Herzen liegt. "Warum gab es zwei deutsche Staaten? Was bedeutete das für die Menschen? Darüber wissen die Schüler kaum noch Bescheid." Das Grenzmuseum biete für ein Treffen der Schüler einmal im Jahr gute Möglichkeiten.

Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert sprach sich grundsätzlich dafür aus, die Schulen mit in die Feierlichkeiten zum Jahrestag der Grenzöffnung einzubinden und "eventuell gemeinsame Projekte zu starten". Seine Idee ist ein Sternmarsch, der die Schüler auf einem zentralen Platz zusammenführt. "Damit zeigen sie symbolisch, dass sie zusammenwachsen", erläuterte er.

Auch Doris Beneke von der Realschule in Rühen begrüßte das Projekt, wünschte sich aber eine Schulpartnerschaft über diesen Tag hinaus. "Es soll etwas Dauerhaftes daraus erwachsen", sagte sie.

Für ein solches Projekt sprach auch Hartmut Palutke, Leiter des Beetzendorfer Gymnasiums. "Was wir auf die Beine stellen, ist zu überlegen", sagte er.

Christel Kaufmann vom Verein schlug zudem vor, die Schüler könnten selber über dieses Thema recherchieren und Zeitungsbeiträge sammeln. "Spannend" fand Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers dieses Vorhaben. Jetzt geht es darum, in den Schulen Möglichkeiten auszuloten. In vier bis sechs Wochen sollen die Ideen konkretisiert werden.