Zum traditionellen Feldtag hatte die Landwirtschaftsprodukte Bandau am Mittwochvormittag eingeladen. Vorstand Harald Könnig blickte optimistisch auf die zu erwartende Ernte auf den Feldern voraus.

Bandau l Zum nun schon traditionellen Feldtag hatte die Landwirtschaftsprodukte eG Bandau am Mittwochvormittag eingeladen. Vorstand Harald Könnig begrüßte dazu Verpächter, Landbesitzer, Senioren der Genossenschaft, Händler, Züchter und gute Freunde. Für die Rundfahrt der zirka 60 Teilnehmer durch die Feldmark standen zwei Klötzer Busse bereit.

Trotz des andauernden Landregens sprach Harald Könnig bei der Begrüßung vom schönsten Wetter, das er sich wünschen könnte. "Nach dem großen Niederschlagsdefizit gibt es nichts Besseres für die Pflanzen als diesen Regen", begründete er seine Feststellung.

Die rund 45 Kilometer lange Rundfahrt führte zu Beginn in Richtung Klötze. Gleich hinter Bandau sahen sich die Teilnehmer Wintertriticale und Winterraps an. "Die Bestände sind trotz der vorangegangenen Trockenheit gut", schätzte Könnig ein. Lediglich bei der Wintergerste, die auf einem der nächsten Schläge angebaut war, zeigten sich erste Spuren der Trockenheit. "Ich hoffe, dass der jetzige Landregen die Trockenstellen noch ausgleichen wird", zeigte sich Harald Könnig zuversichtlich.

Weiter ging es von der Chaussee entlang des Berliner Weges in Richtung Peertz. Der Weg führt den Namen, weil ein Bauer Berlin die Felder entlang des Weges besaß, erläuterte der Vorstandsvorsitzende der Landwirtschaftsprodukte eG Bandau. "Dieser Weg ist jetzt wieder befahrbar.

213 Hektar Winterraps

An einer Seite wurde vor Jahren eine Hecke für das Niederwild gepflanzt, doch dass diese mal groß und breit wird, bedachte keiner. Nun wurde diese so beschnitten, dass der Weg wieder nutzbar ist, ohne das Wild zu stören", erläuterte er. Harald Könnig betonte, er sei für den Naturschutz offen. So gebe es in der Bandauer Feldmark drei Standorte, wo die seltene Wiesenweihe brütet. Diese steht unter besonderem Schutz. Außerdem würden an fast allen Rändern von Getreideschlägen Kornblumen blühen. "Die stören mich nicht. Wir sollten übrigens nicht alle Bestände klinisch rein halten", sagte er.

"Wir waren in der Altmark die letzten, die Rüben ausgebracht haben. Wie es aussieht, stehen die Pflanzen gut im Bestand", schätzte Könnig ein. Er hofft auf gute Erträge.

An der Milchviehanlage mit zirka 450 Kühen in Peertz angelangt, erläuterte Könnig, dass für Trockensteheher Offenställe hergerichtet wurden, in denen die Kühe sich frei bewegen können. Melanie Erxleben, sie hat beim Anlagenleiter Helmut Fehse Rinderzucht gelernt und arbeitet nun schon fast zwei Jahre in der Genossenschaft, ging dann auf Fragen ein.

Nach dem Essen im Verwaltungsgebäude zog Harald Könnig ein Fazit: Die Genossenschaft hat in diesem Jahr auf 213 Hektar Winterraps, 130 Hektar Wintergerste, 125 Wintertroggen, 110 Winterweizen 50 Hektar Triticale, 160 Hektar Mais, 64 Hektar Feldgras und 80 Hektar Zuckerrüben angebaut. Hinzu kommen noch 178 Hektar Grünland. "Die Aussichten auf durchschnittliche Erträge stehen nicht schlecht. Nun können wir nur noch auf gute Preise für unsere Produkte hoffen", erklärte Könnig den Feldtagbesuchern.

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