Oebisfelde l Das Vorhaben Einkaufsmark befinde sich im Warteraum des Landkreises und durchlaufe dort das übliche Prozedere. Dazu Wolf: "Um bauen zu können, müssen einige Auflagen erfüllt werden. Die werden vom Kreis überprüft. Zum Beispiel, ob ausreichend Parkplätze, je nach Größe des Marktes, vorhanden sind."

Vorgesehen sei der knapp 800 Quadratmeter große Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Tankstelle im Bereich Stendaler Straße und Lessingstraße. Bauherr ist eine Firma aus Oschersleben. Einziehen soll ein bundesweit agierender Discounter. Wann die Entscheidung über Bauen oder Nichtbauen fällt, ist allerdings noch unklar. "Das Genehmigungsverfahren beim Landkreis kann bis zu drei Monate dauern. Das ist die übliche ­Zeitspanne. Wir hoffen natürlich, dass der Landkreis grünes Licht gibt. Schließlich würde damit ein Schandfleck im Zentrum von Oebisfelde verschwinden", merkte die Bürgermeisterin an.

Bereits kurz nach der Wende war das alte Tankstellengelände als Bauland mit Blick auf ein Autohaus und einen Baumarkt im Gespräch. Das Vorhaben wurde jedoch nicht weiter verfolgt und wurde auch nie wieder aktuell.

Sorgen macht sich Silke Wolf indes um die Zukunft des früheren NP-Marktes an der Gardelegener Straße. Der steht seit Oktober vergangenen Jahres, als der Discounter die Pforte schloss, leer und wird seitdem zur Vermietung angeboten. Bisher ohne Erfolg.

"Wir stehen mit den Besitzern in Kontakt und hatten diesen auch mit einigen Interessenten. Doch leider hat sich noch kein neuer Mieter gefunden. Alle sind nach Besichtigung des Gebäudes abgesprungen", erklärte die Bürgermeisterin. Grund für die Absagen sei hauptsächlich der Zustand des Gebäudes. Es bestehe Sanierungsbedarf, betonte Wolf. Das habe abgeschreckt. Auch sei der Markt zu klein. "Laut Verordnung muss ein Markt mindestens 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweisen. Das ist bei diesem Gebäude nicht der Fall. Es müsse also erweitert werden, falls erneut ein Discounter einziehen möchte", merkte die Bürgermeisterin an. Die Verwaltung werde jedenfalls am Ball bleiben, um für das Gebäude wieder einen Mieter zu finden.

Nach dem NP-Auszug machte in der Stadt das Gerücht die Runde, dass das Gebäude als Diskothek genutzt werden sollte. Notwendige Parkplätze seien beispielsweise ausreichend vorhanden. Doch das Disko-Gerücht verschwand ganz schnell wieder. Auch weil mitten in einem Wohngebiet keine Disko eröffnet werden darf.