Röwitz. Jörg Dörwald ist weiterhin Chef der Ortswehr in Röwitz. Während der Jahreshauptversammlung der Wehr am Sonnabendabend im Dorfgemeinschaftshaus erhielt er erneut das Vertrauen seiner Brandbekämpfer. Zu den ersten Gratulanten gehörten Karl-Heinz Kull, Stabschef im Rathaus, und Kuseys Ortsbür- germeister Klaus Vohs.

Eigentlich läuft die Amtszeit des Ortswehrleiters bis September. "Wenn wir die Wahl heute vorziehen, müssen wir nicht im September noch einmal in diesem Rahmen zusammenkommen. Sollte sich kein anderes Feuerwehrmitglied für den Posten als Ortswehrleiter in unseren Reihen finden, würde ich einer Wiederwahl zustimmen", machte es Jörg Dörwald kurz. Zuvor berichtete er aber über Aktivitäten der Brandbekämpfer im abgelaufenen Jahr 2010.

Die Ortswehr hat 37 Mitglieder. Davon gehören 18 Kameraden der aktiven Wehr an. Fünf Frauen und vier Jugendliche sind ebenfalls in der Wehr. "Im vergangenen Jahr trafen wir uns zu acht Dienstversammlungen. Durchschnittlich nahmen acht Kameraden daran teil. Das ist eigentlich zu wenig", schätzte Dörwald ein. Allerdings arbeiten Kameraden im Schichtdienst, so dass es schwierig sei, an den Zusammenkünften teilzunehmen, ergänzte er. Ähnlich sieht es auch beim Gerätedienst aus.

Zu zwei Einsätzen ertönte im vergangenen Jahr in Röwitz die Sirene. "Einmal mussten wir nicht ausrücken, beim zweiten Mal handelte es sich um eine angebliche Tierrettung", erläuterte der Ortswehrleiter. Bei der Tierrettung war eine Kuh im Drömling in einen Graben gefallen. "Der Anrufer meinte, wir müssten das Tier retten. Unserer Meinung nach hatte die Kuh lediglich ein Bad genommen", scherzte Jörg Dörwald.

Zum Jahresende 2010 war wie viele Wehren auch die Röwitzer gefragt. Stromausfall und vom Eisregen verursachte umgestürzte Bäume hielten die Kameraden in Atem. Alle Aufgaben wurden aber gemeistert, so der Ortswehrleiter. Die Technik sei ausreichend, schätzte Dörwald ein. Sorgen bereiten den Kameraden aber Ladestationen für Funkgeräte und Handscheinwerfer außerhalb des Fahrzeugs. "Bei Einsätzen müssen diese erst aus den Ladestationen geholt werden, was zusätzlich Zeit kostet", nannte der Ortswehrleiter einen Mangel. Er wünscht sich entsprechende Ladeeinrichtungen im Fahrzeug.

Mit ihrer Feldküche wurden die Röwitzer Feuerwehrleute zur Versorgung siebenmal angefordert. Inzwischen verfügt die Wehr über eine zweite Gulaschkanone. "Mit der zweiten Feldküche können wir alles machen, sie nur nicht hinter ein Fahrzeug hängen", kritisierte Dörwald. Bisher sei es noch nicht gelungen, die Lkw-Anhängerkupplung durch eine für einen Pkw auszutauschen.

Mit sechs Atemschutzgeräteträgern ist die Röwitzer Ortswehr gut ausgestattet. Allerdings muss noch ein Gerätewart dafür gefunden werden. Das dürfte in Kürze der Fall sein, ist Jörg Dörwald optimistisch.

Die Ausbildung der Kameraden erfolgte 2010 gemeinsam mit den Kuseyer Kameraden.

Im zweiten Halbjahr haben die Aktivitäten auf dem Gebiet etwas nachgelassen, was aber wieder angekurbelt werden soll, so der Ortswehrleiter. Stolz sind die Röwitzer auf ihre Jugendwehr. Die vier Mitglieder schafften beim Stadtausscheid einen ersten Platz und beim Verbandsausscheid in Mieste einen immerhin sechsten Rang. Doch auch die Röwitzer haben ihre Sorgen mit dem Nachwuchs. Am Sonnabendabend wurde Julia Dörwald in die aktive Frauengruppe übernommen.

Ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr waren die Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen der Ortswehr. An den drei Tagen wurde nicht nur gefeiert. "Bei einer Übung mit Nachbarwehren stellten wir unser Können unter Beweis. Es hat alles gut geklappt. Besonders positiv schätzte die Bevölkerung ein, dass Klötzes Stadtwehrleiter Rüdiger Wührl während der Übung alles kommentierte, so dass jeder informiert war, was wir machen", lobte Dörwald.

Bei den Feiern war die Partnerwehr aus Vollbüttel mannstark zugegen. Auch beim Boßeln war die Wehr mit einer Mannschaft dabei. Und die Röwitzer pflegen die Freundschaft, in dem sie auch bei Höhepunkten in Vollbüttel dabei sind. Dafür dankte die Partnerwehr, die mit einer Abordnung an der Jahreshauptversammlung teilnahm.

Dank für die Aktivitäten übermittelten auch Karl-Heinz Kull und Kuseys Ortsbürgermeister Klaus Vohs, die dem Röwitzer Ortswehrleiter jeweils einen Knisterumschlag für die Feuerwehrkasse überreichten.